„Fast wie Zidane“ – und trotzdem in der Kritik: Real-Madrid-Talent Arda Güler polarisiert

06.03.2026 – 13:00 Uhr

Die Niederlage von Real Madrid gegen den Getafe CF sorgt in Spanien weiterhin für Diskussionen. Während spanische Medien den jungen türkischen Nationalspieler Arda Güler für seinen Auftritt loben, berichten andere Quellen über zunehmende Kritik innerhalb der Mannschaft.

Rückschlag im Titelrennen

Am 26. Spieltag der La Liga verlor Real Madrid im heimischen Stadion mit 0:1 gegen Getafe CF. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Stürmer Martín Satriano in der 39. Minute. In der Nachspielzeit sahen sowohl Franco Mastantuono auf Seiten der Gastgeber als auch Adrián Liso für Getafe die Rote Karte.

Für Real Madrid war es bereits die zweite Niederlage in Folge. In der Tabelle vergrößerte sich der Rückstand auf den Spitzenreiter FC Barcelona damit auf vier Punkte. Güler stand 69 Minuten auf dem Platz.

Scharfe Kritik an Real – Lob für Güler

Die spanische Sportpresse reagierte deutlich auf die Leistung der Madrilenen. Zeitungen wie Marca, Sport, Mundo Deportivo und AS bewerteten den Auftritt der Mannschaft überwiegend negativ.

In den Spielanalysen erhielt hingegen Güler vergleichsweise positive Bewertungen. Kommentatoren beschrieben ihn als einen der aktivsten Spieler im Mittelfeld. Demnach habe der 20-Jährige häufig den Ball gefordert, versucht, das Spiel anzukurbeln, und mit Dribblings sowie Pässen zwischen die Linien für Impulse gesorgt.

Besonders eine Szene sorgte für Aufmerksamkeit: Nach einer Drehung an der Strafraumkante setzte Güler zu einem Schuss mit dem linken Fuß an, den jedoch Getafe-Torhüter David Soria parierte. Einige Medien zogen dabei einen Vergleich mit Real-Legende Zinedine Zidane, da die Aktion an typische Bewegungen des früheren Spielmachers erinnerte.

Berichte über interne Kritik

Parallel zu den positiven Stimmen aus den Medien kursieren jedoch auch Berichte über Unzufriedenheit innerhalb der Mannschaft. So soll laut einem Bericht des spanischen Portals El Nacional das Offensivtalent von einigen Spielern dafür kritisiert werden, das Spieltempo zu verlangsamen und in bestimmten Situationen zu stark auf Einzelaktionen zu setzen.

Demnach gibt es im Team Stimmen, die Güler mangelnde Abstimmung mit Offensivspielern wie Kylian Mbappé und Vinícius Júnior vorhalten. Außerdem wird ihm gelegentlich eine unglückliche Entscheidungsfindung im letzten Drittel des Spielfelds nachgesagt. Offizielle Stellungnahmen des Vereins zu diesen Berichten gibt es bislang nicht.

Junges Talent mit großer Erwartung

Güler wurde 2005 in Ankara geboren und begann seine Fußballausbildung bei Gençlerbirliği, bevor er in der Jugend von Fenerbahçe SK auf sich aufmerksam machte. Nach seinem Durchbruch in der Türkei wechselte er 2023 zu Real Madrid.

Der technisch starke Mittelfeldspieler gilt weiterhin als eines der größten Talente des türkischen Fußballs und gehört auch zum Kader der türkischen Fußballnationalmannschaft. Trotz der aktuellen Diskussionen sehen viele Beobachter in ihm einen Spieler mit langfristigem Entwicklungspotenzial.