Nach einer mehrmonatigen Prüfung hat die EuroLeague entschieden, dass israelische Mannschaften ihre europäischen Basketballspiele ab dem 9. Dezember wieder im eigenen Land austragen dürfen. Dies teilte die Organisation nach Beratungen mit den Mitgliedsvereinen der EuroLeague Commercial Assets (ECA) mit.
Zuvor hatten die Klubs die Sicherheitslage und die organisatorischen Voraussetzungen für eine Rückkehr Israels als Gastgeber bewertet. Grundlage hierfür waren umfangreiche Inspektionen vor Ort sowie Gespräche mit staatlichen Stellen. Laut der Liga wurden die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen inzwischen bestätigt.
Den Auftakt macht die Begegnung zwischen Hapoel Midtown und den Veolia Towers Hamburg am 9. Dezember im EuroCup. Es wird das erste europäische Basketballspiel auf israelischem Boden seit Oktober 2023 sein. Kurz darauf folgt am 11. Dezember die EuroLeague-Partie Maccabi Rapyd gegen LDLC ASVEL. Auch Hapoel IBI soll sein Heimspiel gegen Roter Stern Belgrad in der 16. Runde wieder in Israel austragen.
Fenerbahçe signalisiert Vorbehalte
Nach Bekanntwerden der Entscheidung äußerte Fenerbahçe Beko Bedenken. Vorstandsmitglied Cem Ciritçi erklärte gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur AA, der Klub würde Begegnungen bevorzugt auf neutralem Boden austragen, sofern die türkischen Behörden eine Reise nach Israel als problematisch einstufen.
„Sollte unser Staat eine entsprechende Einschätzung abgeben, erlaubt die EuroLeague Spiele auf neutralen Plätzen“, sagte Ciritti. In einem solchen Fall werde auch Fenerbahçe auf einen alternativen Austragungsort drängen.