Der türkische Nationalstürmer Enes Ünal steht kurz vor einer spektakulären Rückkehr in die spanische Primera División. Nach Informationen aus mehreren Quellen haben gleich drei LaLiga-Klubs konkrete Schritte eingeleitet, um den 29-Jährigen vom AFC Bournemouth loszueisen. Der erfahrene Angreifer, der die Liga bestens kennt, soll einem Abschied von der englischen Südküste aufgeschlossen gegenüberstehen.
Wie der italienische Transfer-Insider Matteo Moretto berichtet, hat der FC Sevilla seine Bemühungen intensiviert. Der andalusische Traditionsklub, der seine Offensive für die kommende Saison verstärken will, hat demnach bereits die finanziellen Rahmenbedingungen eines möglichen Transfers bei Bournemouth angefragt. Sportdirektor José Ignacio Navarro musste in den vergangenen Wochen eine taktische Neuausrichtung vornehmen. Ursprüngliche Verhandlungen über den Argentinier David Romero von CA Tigre scheiterten an den überhöhten Ablöseforderungen des südamerikanischen Klubs.
In der Folge richtete Sevilla den Fokus auf ligaerprobte Alternativen. Ünal, der einst für Villarreal, Levante, Real Valladolid und vor allem den FC Getafe auflief, gilt als Idealbesetzung. Der 1,87 Meter große Mittelstürmer brillierte in seiner Zeit bei Getafe mit konstanter Torquote und physischer Präsenz. Dies brachte ihm 2024 den Wechsel zu Bournemouth für eine Ablösesumme von kolportierten 16,5 Millionen Euro ein. In der Premier League konnte er sich jedoch aufgrund von Verletzungspech und starker teaminterner Konkurrenz nie dauerhaft festsetzen.
Doch Sevilla ist im Werben um den türkischen Nationalspieler nicht allein. Wie zuverlässige spanische Quellen bestätigen, haben sich auch Deportivo Alavés und Ünals ehemaliger Arbeitgeber, der FC Getafe, in den Kreis der Interessenten eingereiht. Getafe hofft dabei besonders auf den sentimentalen Faktor, während Alavés mit einem sportlichen Neuanfang lockt.
Der ausschlaggebende Vorteil für alle drei Klubs liegt auf der Hand: Enes Ünal kennt den spanischen Fußball und würde im Gegensatz zu Importspielern aus Übersee keinerlei Anpassungszeit benötigen. Der 29-Jährige müsste für einen Wechsel in LaLiga jedoch voraussichtlich deutliche Abstriche bei seinen Bezügen in Kauf nehmen, da das Gehaltsniveau von Bournemouth die finanziellen Möglichkeiten der spanischen Interessenten übersteigt. Als das wahrscheinlichste Modell der anstehenden Verhandlungen gilt ein Leihgeschäft mit anschließender Kaufoption.