Vier Meistertitel in Serie, unzählige Rekorde und eine emotionale Bindung, die über den Fußball hinausgeht: In einem vereinseigenen Interview blickte Galatasaray-Kapitän Mauro Icardi auf seine Zeit in Istanbul zurück – und formulierte zugleich ambitionierte Ziele für die Zukunft.
Der 33-jährige Argentinier, der mit den „Löwen” gerade seine vierte türkische Meisterschaft in Folge gefeiert hat, zeigte sich tief bewegt von der anhaltenden Verehrung der Fans. „Diese Liebe ist etwas, das man nicht erklären kann“, sagte Icardi. „Wenn gesagt wird, dass ich eine ganze Generation zu Galatasaray-Fans gemacht habe, dann erfüllt mich das mit Stolz. Das kann mir niemand nehmen.“ Besonders die enge Verbindung zu den Anhängern, symbolisiert durch das in den Stadien gesungene Lied „Aşkın Olayım“, sei für ihn von unschätzbarem Wert, so Icardi: „Wenn ich die Türkei eines Tages verlasse, wird das der größte Schatz sein, den ich im Herzen trage.“
Icardi erinnerte an seinen schwierigen Start vor vier Jahren und ein gegebenes Versprechen. „Ich kam in einem schwierigen Moment hierher. Die Menschen, die mir vertraut haben – allen voran der damalige Funktionär Erden Timur – haben mir ein Versprechen abgenommen. Dass wir in vier Jahren Geschichte geschrieben und den uralten Rekord von Fatih Terim eingestellt haben, erfüllt uns mit riesigem Stolz.“ In der laufenden Saison habe sein Team mehrere Bestmarken aufgestellt, darunter die wenigsten Gegentore und die höchste Punktzahl (102). „Tag für Tag haben wir uns neuen Herausforderungen gestellt und gekämpft. Es ist nicht leicht für ein Trainerteam, so viele starke Spieler zu managen. Das müssen wir in den kommenden Jahren beibehalten.“
Für ihn persönlich sei der entscheidende Moment der Saison der 3:0-Sieg gegen den Erzrivalen Fenerbahçe gewesen. „Danach waren wir erleichtert“, so der Torjäger. Mit Blick auf die internationalen Ambitionen seines Vereins gab sich Icardi kämpferisch: „In der Süper Lig müssen wir jedes Jahr Meister werden. Und wir müssen die Champions League gewinnen. Schritt für Schritt können wir das erreichen.“
Zum Ende der vergangenen Spielzeit schilderte der Stürmer seine Emotionen beim entscheidenden Treffer im letzten Saisonspiel gegen Antalyaspor: „Als der Schlusspfiff ertönte, war ich erleichtert. Diese Saison war nicht so einfach, wie wir erwartet hatten. Nach dem Pokal-Aus war der Druck enorm.“ Sein Siegtor bereitete er mustergültig für Mitspieler Kaan Ayhan vor. Icardi hob den Teamgeist hervor: „Kaan ist ein besonderer Mensch. Normalerweise will ich Tore selbst machen, aber der Sieg der Mannschaft stand über allem.“