Bei Galatasaray Istanbul stehen die Zeichen auf radikalen Umbruch. Wie aus Vereinskreisen verlautet, ist die Trennung von Superstar Mauro Icardi beschlossene Sache. Nach wochenlangem Schweigen des Argentiniers auf ein lukratives Angebot der Klubführung sind die Gespräche nun endgültig gescheitert.
Laut übereinstimmenden türkischen Medienberichten hatte Klubpräsident Dursun Özbek dem 33-jährigen Torjäger eine Vertragsverlängerung mit einem Jahresgehalt von fünf Millionen Euro unterbreitet. Trotz zuletzt nachlassender Leistungen wartete der auslaufende Vertrag des Stürmers vergeblich auf eine Unterschrift. Icardi und sein Berater Pino ließen das Angebot unbeantwortet und spekulierten offenbar auf ein finanziell attraktiveres Angebot – ein Verhalten, das nun das Fass zum Überlaufen brachte.
Die Geduld der „Löwen” ist erschöpft. Obwohl Icardi in seinen vier Jahren am Bosporus maßgeblichen Anteil an den jüngsten Meisterschaften hatte und sich einen Legendenstatus erspielte, wird er im sportlichen Konzept für die kommende Saison keine Rolle mehr spielen. Die Verantwortlichen haben den Plan mit dem ehemaligen Publikumsliebling ad acta gelegt und arbeiten bereits fieberhaft an seiner Nachfolge.
Die Suche nach einem neuen Mittelstürmer läuft auf Hochtouren. Cheftrainer Okan Buruk fordert einen Angreifer, der nicht nur als Alleinunterhalter im Sturmzentrum agieren kann, sondern im Notfall auch als Alternative zu Torjäger Victor Osimhen taugt. Brisantes Detail: Aufgrund der strikten „10+4“-Ausländerregelung in der Süper Lig muss der Klub kreativ planen. Gesucht werden bevorzugt junge, entwicklungsfähige Torjäger der Jahrgänge 2003 und jünger, um den Kader flexibel bestücken zu können.
Derweil verdichten sich die Anzeichen, dass Icardis Zukunft in Italien liegt. Der seit Saisonende vertragslose Stürmer soll sich bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen mit einem Klub aus der Serie A befinden. Eine Rückkehr in den italienischen Fußball gilt in den kommenden Tagen als Formsache. Für Galatasaray endet damit nicht nur ein Kapitel, sondern eine ganze Ära.