Bei den türkischen Hallenmeisterschaften in der Leichtathletik kam es zu einem schweren Zwischenfall. Ein zunächst verbaler Disput zwischen zwei Nationalathletinnen eskalierte während des Dreisprung-Wettbewerbs zu einer handfesten Auseinandersetzung.
Laut übereinstimmenden Medienberichten gerieten die mehrfach international erfolgreichen Athletinnen Tuğba Danışmaz (26), Europameisterschafts-Zweite, und Sedef Çevik (22), Siebte einer Europameisterschaft, aneinander. Die Situation spitzte sich innerhalb kurzer Zeit zu und mündete in eine körperliche Konfrontation, bei der beide Sportlerinnen offen aufeinander losgingen.
Parallel dazu kam es am Rande der Wettkampffläche zu einer weiteren Auseinandersetzung. Der Trainer und Vorsitzende des Technischen Komitees des türkischen Leichtathletikverbandes, Cüneyt Yüksel, lieferte sich eine handgreifliche Auseinandersetzung mit Arda Eriş, einem ehemaligen Athleten und Lebensgefährten von Danışmaz.
Der Tumult sorgte im Innenraum der Halle für Bestürzung. Erst durch das Eingreifen hochrangiger Verbandsvertreter wie Verbandspräsident Ahmet Karadağ, Vizepräsidentin Ayşegül Baklacı und Ekrem Ay, dem Geschäftsführer des Vereins ENKA Spor, konnte die Situation beruhigt werden.
Rechtliche Konsequenzen sind nach aktuellem Stand nicht zu erwarten. Wie aus Verbandskreisen verlautete, verzichteten alle Beteiligten auf eine Anzeige. Sportlich zog der Verband jedoch Konsequenzen: Beide Athletinnen wurden vom Wettkampf disqualifiziert.