Beim Testspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ghana kam es zu ungewohnten Szenen. Beim 2:1-Erfolg der DFB-Auswahl wurde Offensivspieler Leroy Sané bei seiner Einwechslung von Teilen des eigenen Publikums ausgepfiffen. Bundestrainer Julian Nagelsmann übte nach der Partie deutliche Kritik an den Fans.
Die Begegnung in der MHPArena Stuttgart war lange ausgeglichen. Nach rund 70 Minuten stand es 1:1, ehe Sané in der 78. Minute für Nick Woltemade eingewechselt wurde. Bereits beim Betreten des Rasens wurde der Offensivspieler von einigen Zuschauern mit Pfiffen und Buhrufen bedacht.
Sportlich ließ sich der 28-Jährige davon jedoch nicht beeinflussen. In der 88. Minute bereitete Sané den entscheidenden Treffer durch Deniz Undav vor, der Deutschland den 2:1-Sieg sicherte. Weitere Tore fielen in der Schlussphase nicht mehr.
Nach dem Abpfiff stellte sich Bundestrainer Nagelsmann demonstrativ vor seinen Spieler. Kritik aus den eigenen Reihen gegenüber Nationalspielern halte er für unangebracht, erklärte der Coach. Gerade Spieler, die das Nationaltrikot tragen, sollten seiner Meinung nach Unterstützung erfahren – insbesondere, wenn sie noch keinen Einfluss auf das Spiel genommen haben.
Sané war zuletzt bereits nach einem Einsatz gegen die Schweizer Nationalmannschaft in die Kritik geraten. Auch damals hatte Nagelsmann ihm öffentlich Rückendeckung gegeben. Im Spiel gegen Ghana zeigte sich Sané nun verbessert und hatte entscheidenden Anteil am Sieg der deutschen Mannschaft in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2026.