Der türkische Spitzenklub Beşiktaş Istanbul hat seine Bemühungen um die Verpflichtung des belgischen Stürmers Romelu Lukaku intensiviert. Wie aus Vereinskreisen verlautet, finden derzeit konkrete Verhandlungen mit dem SSC Neapel und der Spielerseite statt.
Die Verantwortlichen des Schwarzen-Adler-Klubs haben den 33-jährigen Angreifer demnach als vorrangiges Transferziel auserkoren, da die Gespräche mit dem serbischen Nationalspieler Dušan Vlahović offenbar ins Stocken geraten sind. Das lange Warten auf eine Zusage des Serben soll den Verein zu einem Strategiewechsel veranlasst haben.
Nach Informationen der dpa hat Besiktas bereits eine erste offizielle Hürde genommen. Nach Anforderung und sorgfältiger Prüfung der medizinischen Unterlagen Lukakus, der in der vergangenen Saison eine schwere Verletzung erlitten hatte, gab die medizinische Abteilung grünes Licht für den Transfer. Daraufhin wurden unmittelbar Kontakte zu Napolis Klubführung sowie zu Lukakus Management aufgenommen.
Als Knackpunkt erweist sich jedoch die Ablösesumme. Der italienische Erstligist SSC Neapel, bei dem Lukaku noch bis zum 30. Juni 2027 unter Vertrag steht, soll eine Ablöseforderung in Höhe von zehn Millionen Euro gestellt haben. Besiktas hingegen bemüht sich laut Kreisen, die Summe auf fünf Millionen Euro zu drücken. Die Verhandlungen zwischen den Parteien dauern an.
Die Verpflichtung des physisch starken Mittelstürmers, dessen Marktwert derzeit bei rund sechs Millionen Euro liegt, wäre ein weiterer spektakulärer Coup auf dem türkischen Transfermarkt. Lukaku selbst soll einem Wechsel an den Bosporus aufgeschlossen gegenüberstehen.
Der Routinier blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die ihn nach Stationen bei RSC Anderlecht und West Bromwich Albion über den FC Everton, Manchester United, Inter Mailand und den FC Chelsea führte. Zuletzt agierte der Belgier bei der Weltmeisterschaft 2026 in fünf Spielen als Torgarant, erzielte dabei drei Treffer und bereitete einen weiteren vor.