Aston Villa gewinnt Europa-League-Finale in Istanbul gegen Freiburg mit 3:0

21.05.2026 – 13:30 Uhr

Ausgerechnet am Bosporus hat Aston Villa seine 43-jährige europäische Durststrecke beendet. Der englische Traditionsklub sicherte sich am Mittwochabend durch einen ungefährdeten 3:0 (2:0)-Sieg gegen den SC Freiburg erstmals die Trophäe der UEFA Europa League. Vor beeindruckender Kulisse im Tüpraş Stadı erwiesen sich die „Villans” als eiskalt und ließen dem deutschen Vertreter keine Chance.

Die Partie war kaum drei Minuten alt, als Freiburgs Torhüter das erste Mal in höchster Not gegen Rogers retten musste. Der Bundesligist versuchte, dagegenzuhalten, doch ein wuchtiger Distanzschuss von Höfler (17.) sowie ein Versuch von Manzambi (34.), den Villas Schlussmann Emiliano Martínez entschärfte, strichen am Gehäuse vorbei. Effektiver agierte der Favorit von der Insel: In der 41. Minute versenkte Youri Tielemans eine maßgeschneiderte Flanke von Rogers per Direktabnahme zur Führung. Der Wirkungstreffer gelang tief in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs, als Emiliano Buendía den Ball aus rechtem Winkel mit links traumhaft ins lange Eck zirkelte (45.+3).

Nach dem Seitenwechsel erstickte Aston Villa jegliche Hoffnung auf eine Freiburger Aufholjagd frühzeitig. Erneut war es der überragende Buendía, der mustergültig für Morgan Rogers auflegte, welcher aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben brauchte (58.). In der Folge vergaben die Engländer sogar noch Chancen auf ein höheres Ergebnis: So köpfte Amadou Onana an den Pfosten (70.) und Emiliano Buendía setzte einen Ball freistehend neben das Tor (75.).

Mit dem Schlusspfiff brach bei Aston Villa, das 1982 den Europapokal der Landesmeister und anschließend den UEFA-Supercup gewonnen hatte, der Jubel aus. Der Coup von Istanbul komplettiert die europäische Titelsammlung des Vereins, die nun drei Trophäen umfasst.

Bei der anschließenden Zeremonie überreichten UEFA-Präsident Aleksander Čeferin und der Präsident des türkischen Fußballverbandes, İbrahim Hacıosmanoğlu, gemeinsam die Medaillen. Eine besondere Note erhielt die Siegerehrung durch den früheren türkischen Nationalspieler İlhan Mansız, der den Pokal auf das Podest brachte. Unter einer Konfetti-Dusche und zu den Klängen von „We Are the Champions” stemmte schließlich Spielführer John McGinn die silberne Schale in den Nachthimmel.