Ein Name dominiert derzeit die Schlagzeilen in Spanien: Arda Güler. Arda Güler. Beim 2:2 (2:0) von Real Madrid im Testspiel gegen den AC Florenz im österreichischen Trainingslager lieferte der türkische Nationalspieler eine Vorstellung ab, die im ganzen Land für Gesprächsstoff sorgt.
Unter der Regie von Trainer José Mourinho, der seine zweite Amtszeit bei den Königlichen begonnen hat, stand Güler in der Startelf und prägte das Spiel über 87 Minuten entscheidend. Vor allem seine Spielübersicht, die präzise Ballverteilung und seine zunehmend sichtbare Führungsrolle auf dem Platz stachen hervor.
Die Tore für Real Madrid erzielten Endrick (12.) und Brahim Díaz (24.), für den AC Florenz trafen Piccoli (41.) und Moise Kean (58.). Doch im Fokus der Berichterstattung stand einzig der 19-Jährige.
Tomas Roncero, stellvertretender Chefredakteur der spanischen Sportzeitung AS, fand in seiner Analyse historische Worte. Er erklärte Güler zum „positivsten Aspekt“ des Testspiels und wagte einen Vergleich mit einer Klub-Legende: „Arda Güler wird der neue Özil der zweiten Mourinho-Ära“, schrieb Roncero und spielte damit auf Mesut Özil an, der unter Mourinho einst zum Weltstar gereift war. Güler habe im dritten Jahr bei Real Madrid „den Gipfel erreicht“ und spiele mit jener Selbstverständlichkeit, die man von einem Regisseur erwarte.
Dieser Auftritt untermauert seine beeindruckende Entwicklung. In der vergangenen Saison hatte Güler in 51 Pflichtspielen sechs Tore und 14 Vorlagen beigesteuert. Die Erwartungen vor dem Pflichtspielstart sind nun schlagartig gestiegen.