Nach dem 2:0-Erfolg von Real Madrid gegen den FC Valencia rückte weniger das Ergebnis als vielmehr die anschließende Debatte um Arda Güler in den Fokus. Der türkische Nationalspieler stand in dieser Partie erstmals in der Startelf und wurde nach 82 Minuten ausgewechselt. Trotz des Sieges geriet Güler im Anschluss ins Zentrum deutlicher Kritik.
Auslöser war eine Analyse des ehemaligen Real-Madrid-Spielers und heutigen TV-Experten Rafael Alkorta. Der frühere spanische Nationalverteidiger zog dabei einen Vergleich zwischen Gülers Zeit bei Fenerbahçe Istanbul und seiner aktuellen Rolle beim spanischen Rekordmeister – mit kritischem Unterton.
Alkorta erklärte, Güler habe in der Türkei unter anderen Voraussetzungen gespielt. Dort sei das Spiel stärker auf ihn zugeschnitten gewesen, was ihm größere Freiheiten auf dem Platz ermöglicht habe. Bei Real Madrid hingegen sei seine Rolle klarer definiert und mit höheren Anforderungen verbunden. Insbesondere müsse er sich stärker ins Mittelfeldspiel einbringen und nicht nur für den letzten Pass verantwortlich sein.
Nach Einschätzung Alkortas liege genau darin das Problem. Zwar sei Güler zweifellos ein talentierter Fußballer, doch fehle ihm die natürliche Veranlagung, um diese Aufgaben auf konstant hohem Niveau zu erfüllen. Einen Vergleich mit Luka Modrić lehnte der frühere Profi deutlich ab. Zudem bemängelte Alkorta Gülers Präsenz im Spiel ohne Ball und erklärte, der junge Offensivspieler tauche in solchen Phasen häufig ab.
Die Aussagen sorgten in Spanien und darüber hinaus für rege Diskussionen. In den sozialen Netzwerken reagierten zahlreiche Fans mit Unverständnis auf den Ton der Kritik. Einige warfen Alkorta vor, zu hart mit dem 19-Jährigen ins Gericht zu gehen; andere sahen in der Analyse eine nüchterne Bewertung der aktuellen sportlichen Situation.