89 Prozent Passquote und Haaland im Griff: Wie Arda Güler zum City-Flüsterer von Real Madrid wurde

12.03.2026 – 11:00 Uhr

Real Madrid hat Manchester City im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League mit 3:0 besiegt und sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel in England verschafft. Während Federico Valverde mit einem Hattrick die Offensivshow stahl, lieferte ein anderer Akteur eine überraschende Nebenhandlung ab, die nun in aller Munde ist: Arda Güler.

Der türkische Nationalspieler durfte überraschenderweise von Beginn an spielen und absolvierte 70 intensive Minuten gegen den englischen Meister. Doch diesmal standen nicht seine oft bewunderten offensiven Kabinettstückchen im Vordergrund, sondern eine ungewohnte Aufgabe: Immer wieder duellierte sich der 21-Jährige mit Norwegens Torjäger Erling Haaland.

Bereits zum zweiten Mal in dieser Champions-League-Saison kam es zu diesem ungleichen Aufeinandertreffen. In einem Ligaspiel hatte Güler bereits versucht, den Stürmerstar zu bewachen – ein Bild, das nun erneut für Gesprächsstoff sorgt. Dieses Mal mit Erfolg. Haaland, sonst ein Garant für Tore, fand im Bernabéu praktisch nicht statt. Der Norweger kam zu keinem einzigen Torschuss und berührte den Ball lediglich einmal im Strafraum der Königlichen – ein Beleg für die defensive Geschlossenheit der Madrilenen.

Doch Güler beschränkte sich nicht nur auf die Rolle des Haaland-Bewachers. Der Youngster präsentierte sich als erstaunlich zweikampfstark und fleißig. Laut Statistik kam er auf zwei Balleroberungen und gewann sieben Zweikämpfe um lose Bälle. Auch im Spielaufbau agierte er äußerst sicher: 25 seiner 28 Pässe kamen an (89 Prozent Passquote), zudem spielte er einen gefährlichen Pass in die Spitze.

Sein vielleicht wichtigster Moment war allerdings offensiver Natur. In der Szene vor dem von Vinicius Junior herausgeholten Elfmeter war es Güler, der den Brasilianer mit einem feinen Pass in Szene setzte. Auch ein scharf geschossener Ball in den Strafraum sorgte kurz darauf für Aufsehen und hätte beinahe das 4:0 bedeutet.

Die spanische Sportpresse zeigte sich nach der Partie angetan von der ungewohnten Vorstellung des Türken. Die Zeitung „Sport” hebt hervor, dass Güler vielleicht keine glanzvolle Leistung gezeigt habe, aber dennoch den entscheidenden Pass vor dem Strafstoß gespielt habe. „Mundo Deportivo” lobt ihn ausdrücklich für seine defensive Disziplin: Er habe bewiesen, ein echter Teamplayer zu sein. „AS” betont Gülers Einsatzwillen und sein taktisches Verständnis, nachdem er nach wenigen Minuten auf eine andere Position beordert wurde. Das Blatt „Marca” bescheinigt dem Mittelfeldspieler, sich in einem Spiel, das völlig anders verlief, als er es gewohnt ist, durch enormen Arbeitseinsatz ausgezeichnet zu haben. Sein smarter Pass vor dem Elfmeter sei ein „magischer Moment” in einem ansonsten von Kampf geprägten Spiel gewesen.