Im 64. Finale des türkischen Fußballpokals steht Trabzonspor vor einer schwierigen Mission. Der Rekordfinalist will nach zwei vergeblichen Anläufen in den Vorjahren endlich wieder den Pokal gewinnen, doch der Außenseiter TÜMOSAN Konyaspor reist mit einer makellosen Bilanz an.
Die Partie wird am Donnerstagabend (Anpfiff 20:45 Uhr Ortszeit) im Corendon Airlines Park Antalya Stadı unter der Leitung von Schiedsrichter Halil Umut Meler angepfiffen. Für den Schwarzmeerklub ist es das dritte Endspiel in Folge. In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte man jedoch jeweils das Nachsehen: Zunächst unterlag man Beşiktaş, im vergangenen Jahr verlor man in Gaziantep deutlich mit 0:3 gegen Galatasaray. Nun soll im dritten Anlauf gegen Konyaspor endlich der zehnte Titel her. Die personellen Vorzeichen sind allerdings ungünstig. Die Leistungsträger Batagov und Okay Yokuşlu fallen verletzungsbedingt aus.
Die Statistik zeigt ein Duell der Extreme. Trabzonspor stand bereits 17 Mal im Endspiel und gewann den Wettbewerb neun Mal (zuletzt in der Saison 2019/20). Acht Finalniederlagen, darunter die letzten beiden, lasten auf dem Verein. Konyaspor hingegen hat eine blütenweiße Finalweste: Das Team aus Zentralanatolien stand erst ein einziges Mal im Finale, in der Saison 2016/17, und holte durch ein 4:1 nach Elfmeterschießen gegen Başakşehir auf Anhieb den Pokal.
In der fast 63-jährigen Geschichte des Wettbewerbs, der 1962/63 startete und phasenweise als „Föderationspokal” ausgetragen wurde, ist Galatasaray mit 19 Titeln aus 24 Finalteilnahmen unangefochtener Rekordsieger. Insgesamt durften sich 16 verschiedene Klubs in die Siegerliste eintragen, darunter auch Klubs wie Akhisarspor oder Kocaelispor. Acht weitere Vereine wie Başakşehir (drei Finalniederlagen) oder Antalyaspor (zwei Finalniederlagen) blieben dagegen stets ohne Pokalsieg.