52 Beschuldigte, fünf in Haft: Justiz erhebt erste Anklage im Fußball-Wettskandal

05.02.2026 – 18:00 Uhr

Im Zuge der Ermittlungen wegen illegaler Sportwetten und mutmaßlicher Spielmanipulation im türkischen Fußball hat die Staatsanwaltschaft nun erstmals Anklage erhoben. Die Anklageschrift richtet sich insgesamt gegen 52 Beschuldigte, von denen sich derzeit fünf in Untersuchungshaft befinden.

Im Zentrum des Verfahrens stehen Vorwürfe der Spielmanipulation im Zusammenhang mit einer Ligapartie zwischen Ankaraspor und Nazilli Belediyespor. Das Unentschieden in dieser Begegnung hatte maßgebliche sportliche Konsequenzen: Zonguldak Kömürspor stieg aufgrund des Ergebnisses ab und wird in dem Verfahren offiziell als geschädigte Partei geführt.

Zu den Hauptbeschuldigten zählen der Eigentümer von Ankaraspor, Ahmet Okatan, der Vereinspräsident Mehmet Emin Katipoğlu und der sportliche Leiter Volkan Erten. Auch der Präsident von Nazilli Belediyespor, Şahin Kaya, und Trainer Gürhan Sönmez stehen im Fokus der Ermittler. Gegen diese fünf Personen wurde Untersuchungshaft angeordnet.

Für Kaya und Katipoğlu beantragt die Staatsanwaltschaft Freiheitsstrafen zwischen eineinhalb und viereinhalb Jahren. Den weiteren Beschuldigten, darunter Okatan, Erten und Sönmez, drohen im Falle einer Verurteilung Haftstrafen von bis zu drei Jahren. Zusätzlich fordert die Anklagebehörde hohe Geldstrafen, die sich auf bis zu 20.000 Tagessätze belaufen können.