Trabzonspor hat sich am vierten Spieltag der Süper Lig eindrucksvoll zurückgemeldet. Vor heimischer Kulisse fertigten die Bordeaux-Blauen den Aufsteiger Gençlerbirliği mit 5:0 ab und zeigten dabei eine ihrer besten Saisonleistungen.
Bereits nach 22 Minuten war die Partie praktisch entschieden. Onuachu traf per Elfmeter zum 3:0 und überließ den Strafstoß zuvor uneigennützig seinem Teamkollegen Salah. Der Nigerianer avancierte mit seinen Treffern zur zentralen Figur eines Abends, an dem Trabzonspor offensiv wie entfesselt auftrat.
Interimstrainer Hüseyin Çimşir, der das Ruder kurzfristig übernommen hatte, setzte auf offensive Kreativität: Pina rückte in die Startelf, Mustafa beackerte die linke Außenbahn und Routinier Ozan Tufan sorgte im Mittelfeldzentrum für Stabilität. Vor allem Muçi und Aral wirbelten die Defensive der Gäste immer wieder durcheinander.
Die Dominanz war erdrückend. Aral scheiterte in der 33. Minute nur am Pfosten und kurz vor der Pause vergab Dju eine weitere Großchance. Sogar Innenverteidiger Savic schaltete sich in der Offensive ein und suchte den Torabschluss – ein Sinnbild für die totale Überlegenheit der Gastgeber.
Trotz des klaren Rückstands blieb Gençlerbirliği bemüht und kam in der ersten Halbzeit zu mehreren Abschlüssen. Doch Trabzonspor-Keeper Onana vereitelte gleich vier Möglichkeiten und hielt die weiße Weste fest.
In der zweiten Hälfte schraubte Muçi das Ergebnis in der 59. Minute auf 5:0. Zeitgleich wurde im Stadion die Meldung über den Sieg der türkischen Volleyballerinnen bei der Europameisterschaft 2026 eingeblendet, was für doppelten Jubel auf den Rängen sorgte.
Mit dem höchsten Saisonsieg verschaffte sich Trabzonspor nach zuletzt durchwachsenen Auftritten etwas Luft. Die Mannschaft zeigte erstmals jene Spielfreude und Effizienz, die Fans und Verantwortliche seit Saisonbeginn einfordern. Für Gençlerbirliği hingegen wird die Luft im Tabellenkeller nach der deutlichen Niederlage dünner.