Im Fall des rätselhaften Todes der türkischen Sängerin Güllü hat sich ihr Sohn Tuğberk Yağız Gülter erstmals ausführlich und öffentlich zu Wort gemeldet. In einer emotionalen und scharf formulierten Stellungnahme äußerte er sich zur Festnahme seiner Schwester Tuğyan Ülkem Gülter, die im Zusammenhang mit dem Tod der Künstlerin in Untersuchungshaft sitzt.
Güllü war am 26. September im Bezirk Çınarcık in der Provinz Yalova ums Leben gekommen. Laut offiziellen Angaben stürzte sie von der Terrasse ihres Hauses. Inzwischen gehen die Ermittlungsbehörden von einem möglichen Tötungsdelikt aus. Die Tochter der Sängerin wurde vor wenigen Wochen wegen des Verdachts der „vorsätzlichen Tötung eines nahen Angehörigen mit Planung“ festgenommen.
Der Sohn der Verstorbenen wies zugleich Vorwürfe gegen seine eigene Person zurück. Behauptungen, er habe persönliche Gegenstände seiner Mutter verkauft, mit Filmproduzenten über deren Lebensgeschichte verhandelt oder sich Zugriff auf private Konten verschafft, bezeichnete er als haltlos. Er kündigte an, entsprechende Anschuldigungen juristisch verfolgen zu lassen.
In seiner Erklärung schilderte Tuğberk Yağız Gülter den Tod seiner Mutter als tiefen Einschnitt und sprach von einer Phase massiver Belastung. Zugleich erklärte er, dass er seine Einschätzung der Ereignisse im Verlauf der vergangenen Wochen grundlegend geändert habe. Die Annahme, seine Schwester könne unschuldig sein, halte er nicht länger aufrecht. Das Vertrauen in ihre Aussagen sei verloren gegangen.
Besonders kritisch äußerte er sich über Personen aus dem Umfeld der Familie, die angeblich über belastende Informationen verfügten, diese jedoch erst nach dem Tod seiner Mutter öffentlich gemacht hätten. Er warf ihnen vor, die Situation für eigene Interessen zu nutzen und durch gezielte Indiskretionen die öffentliche Meinung beeinflusst zu haben.
Zudem kündigte der Sohn der Sängerin rechtliche Schritte gegen Medienberichte und Einzelpersonen an, die ihn diffamiert oder falsche Tatsachen verbreitet hätten. Alle Vorwürfe gegen ihn seien unwahr, entsprechende Belege lägen vor und würden bei Bedarf den zuständigen Stellen übergeben.
Abschließend erklärte Tuğberk Yağız Gülter, er habe den Kontakt zu seiner Schwester vollständig abgebrochen. Er wolle im laufenden Ermittlungsverfahren alle ihm zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel ausschöpfen, um den Tod seiner Mutter aufklären zu lassen. Dabei gehe es ihm nicht um persönliche Auseinandersetzungen, sondern darum, das Andenken und die Rechte seiner Mutter zu wahren.