Sänger Onur Akay nach Pitbull-Attacke auf Intensivstation – Verdacht auf „fleischfressende Bakterien“

25.04.2026 – 19:00 Uhr

Der türkische Sänger Onur Akay musste nach einem Pitbull-Angriff Mitte April erneut ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sein Gesundheitszustand hat sich demnach dramatisch verschlechtert. Wie türkische Medien berichten, liegt der Künstler inzwischen auf der Intensivstation und wurde intubiert.

Akay war am 14. April von einem Pitbull attackiert und dabei schwer an der Nase verletzt worden. Dabei erlitt er einen Gewebeverlust von rund zwei Zentimetern. In einer etwa einstündigen Operation versuchten Ärzte, das abgetrennte Gewebe wieder anzunähen. Nach dem Eingriff verschlimmerte sich sein Zustand jedoch. Fieber und Blutungen nahmen zu, sodass eine Verlegung auf die Intensivstation notwendig wurde.

Wie die Zeitung Türkiye Gazetesi unter Berufung auf die Mutter des Sängers, Gülten Akay, meldet, diagnostizierten die behandelnden Ärzte bei Onur Akay eine nekrotisierende Fasziitis. Diese Erkrankung ist im Volksmund auch als „fleischfressende Bakterien“-Infektion bekannt. Es handelt sich um eine seltene, aber äußerst aggressive Weichteilinfektion, die rasch voranschreiten kann. Aufgrund der Schwere der Infektion musste Akay dem Bericht zufolge intubiert werden. Die Behandlung auf der Intensivstation dauert an.

Der türkische Infektiologe Prof. Dr. Bülent Ertuğrul äußerte sich in Medienberichten zum möglichen Krankheitsverlauf, ohne den konkreten Fall zu kommentieren. Grundsätzlich sei nach einer solchen Bissverletzung eine sofortige Tetanus-Impfung sowie bei Risikokontakt eine Tollwutimpfung essenziell. Bei einer verschmutzten Wunde müsse zudem umgehend eine Antibiotikatherapie eingeleitet werden. „Wenn all das gemacht wird, passiert in 95 Prozent der Fälle gar nichts“, erklärte Ertuğrul. Tritt dennoch eine nekrotisierende Fasziitis auf, geht dies vermutlich nicht direkt vom Tier aus, sondern ist auf antibiotikaresistente Bakterien zurückzuführen, die nach dem Biss in die Wunde gelangt sind.