Es sind die stillen Gesten abseits der großen Bühne, die für Aufsehen sorgen: Der bekannte türkische Popsänger Çelik Erişçi beglich nach einem Konzert in der zentralanatolischen Stadt Konya sämtliche Außenstände eines kleinen Quartierladens. Dieser Vorfall, der sich in einem unscheinbaren Viertelmarkt ereignete, sorgte bei den Anwohnern für ungläubiges Staunen und löste in den sozialen Netzwerken eine Welle der Anerkennung aus.
Nachdem der Künstler am Vorabend sein Publikum mit einer umjubelten Show begeistert hatte, suchte er laut übereinstimmenden Medienberichten nicht etwa das Hotel auf, sondern einen gewöhnlichen Nachbarschaftsladen. Anstatt lediglich Getränke zu kaufen, griff Çelik dort zu Stift und Notizbuch – genauer gesagt zum sogenannten „Veresiye Defteri”, dem in türkischen Vierteln üblichen Anschreibebuch für Bedürftige.
Der Sänger ließ sich das Schuldenbuch aushändigen und beglich den gesamten ausstehenden Gesamtbetrag der dort notierten Kundschaft. Augenzeugen berichten, Çelik habe die Einträge genau studiert, bevor die Kasse des Händlers schließlich klingelte und alle Konten auf Null gestellt wurden.
Ein handgeschriebener Zettel als stiller Beweis
Was folgte, war ein Stück gelebter Nachbarschaftshilfe ohne große Worte. Nachdem Çelik den Markt bereits wieder verlassen hatte, bemerkten die Bewohner des Viertels einen handgeschriebenen Zettel an der Schaufensterscheibe des Ladens. Darauf stand schlicht und ergreifend: „Herr Çelik hat die Schulden aller Betroffenen beglichen. Keine Schulden mehr, kein Schuldenbuch mehr.“
Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile im Viertel. Viele Anwohner waren sichtlich gerührt und konnten zunächst kaum fassen, dass ein landesweit bekannter Star ihnen unbemerkt finanzielle Lasten abgenommen hatte.
Lob für “stillen Helden” in sozialen Medien
Später bestätigte das Management des Künstlers den Vorgang indirekt über einen Beitrag in den sozialen Medien. Innerhalb kürzester Zeit gingen Tausende Likes und Kommentare ein, in denen Çeliks Handeln als Beispiel gelebter sozialer Verantwortung hervorgehoben wurde. In den Kommentarspalten war von einem „stillen Helden” und „echtem Mann des Volkes” die Rede.