Die türkische Schauspielerin Deniz Çakır hat ihre jüngsten Aussagen über die Behandlung von Frauen in der Filmbranche präzisiert und sich gegen Missverständnisse gewehrt. Die 42-Jährige wurde zuletzt im Istanbuler Stadtteil Nişantaşı fotografiert, wo sie auch die Gelegenheit für ein klärendes Statement nutzte.
Vor wenigen Wochen hatte die Schauspielerin in einem Interview kritisiert, dass in der TV-Branche für Schauspielerinnen offenbar ein Verfallsdatum gelte. „So wie im echten Leben wird auch in Serien so getan, als hätten Frauen ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Während die männlichen Kollegen altern dürfen, werden Frauen ausgetauscht“, wurde Çakır damals zitiert. Diese Ungerechtigkeit sei zwar nicht neu, aber dennoch schmerzhaft.
Nun stellte die Schauspielerin klar, dass sie diese Haltung nicht befürworte, sondern lediglich auf ein strukturelles Problem aufmerksam machen wolle. „Ich habe nie behauptet, dass ich an ein Verfallsdatum von Frauen glaube. Im Gegenteil, ich habe angesprochen, dass die Branche diese Sichtweise leider aufzwingt“, so Çakır. Abschließend betonte sie: „Eine Frau ist ein Wesen, das mit dem Alter immer wunderbarer wird.“
Auf eine vermeintliche Verstimmung mit ihrem früheren Kollegen Halil Ergün angesprochen, mit dem sie zwischen 2006 und 2010 in der Erfolgsserie „Yaprak Dökümü” vor der Kamera stand, reagierte Çakır zurückhaltend. Ergün hatte sich im vergangenen Jahr enttäuscht über die Schauspielerin geäußert und erklärt, sie habe ihm „indirekt das Herz gebrochen”. Zu diesen Vorwürfen wollte Çakır keine Stellung beziehen und beschied die Nachfrage lediglich mit den Worten: „Davon kann keine Rede sein.“