In der türkischen Popmusik ist ein offener Schlagabtausch entbrannt. Nachdem der Sänger Emre Kaya behauptet hatte, Tarkan sei „kein Komponist“, hat der Megastar nun mit einer scharfen, mehrdeutigen Botschaft reagiert. Der Streit, der sich in den sozialen Medien rasant zuspitzt, erreichte am Donnerstag einen neuen Höhepunkt.
Den Grundstein für die Eskalation legte Kaya mit seiner Aussage, die in der Musikszene und unter Fans umgehend heftigen Widerspruch auslöste. Während Tarkan zunächst schwieg, griff der Content Creator Faruk Teymur das Thema in einem viralen Video auf. Darin listete er eine Reihe von Hits auf, die Tarkan nicht nur selbst interpretiert, sondern auch für andere Größen der Branche komponiert hat, darunter Kultstücke für Ajda Pekkan, Bülent Ersoy und Sibel Can. Teymur konterte polemisch: „Selbst ein Lied wie ‚Kuzu Kuzu‘ ist eine Revolution im türkischen Pop. Hätte Michael Jackson ‚Ölürüm Sana‘ gehört, hätte er sich geärgert, es nicht selbst gemacht zu haben. Bülent Ersoy und Ajda Pekkan wissen nicht, dass Tarkan Komponist ist – nur du weißt es?”
Mit diesem Plädoyer brach Tarkan sein Schweigen. Unter dem Video bedankte sich der Sänger mit deutlichen Worten: „Die Verteidigung hat mir das Herz erwärmt – um ehrlich zu sein, hat sie mein inneres Fett zum Schmelzen gebracht. Ich lasse mich nicht auf sinnlose Rechtfertigungen ein, aber das hat wirklich gut getan.“ Pop-Kollegin İrem Derici sekundierte umgehend und kommentierte, auch bei ihr sei nun „das innere und äußere Fett geschmolzen“, es sei wirklich nötig, manchen Leuten in die Schranken zu weisen.
Doch damit nicht genug: Kurz darauf postete Tarkan in seiner Instagram-Story eine englischsprachige Grafik, deren Übersetzung er gleich selbst mitlieferte. Die Botschaft lautet: „Gib nicht ständig dem Clown die Schuld für sein Clown-Sein. Frag dich lieber, warum du immer wieder in den Zirkus gehst.”
Der beißende Vergleich, der als Generalabrechnung mit Kaya und weiteren Kritikern verstanden wird, dominierte umgehend die Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Eine direkte namentliche Adressierung vermied Tarkan; in der türkischen Medienlandschaft ist die Anspielung jedoch unmissverständlich. Die öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Emre Kaya und die Frage, ob und wie er auf die „Zirkus“-Metapher des Megastars antworten wird.