Die Spannungen im türkischen „Survivor“-Camp haben ein neues Eskalationsniveau erreicht: Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Kandidatinnen kam es zu tätlichen Übergriffen. Produzent Acun Ilıcalı reagierte umgehend mit einem Ad-hoc-Krisengipfel und einem ungewöhnlichen taktischen Eingriff.
Was als Streit um die Abwaschroutine begann, endete mit einem medizinischen Notfall: Die Kandidatin Seren Ay erlitt laut der Produktionsleitung Verletzungen am Arm. Auslöser war ein körperlicher Angriff ihrer Mitstreiterin Nagihan Seren Ay.
Die ausgestrahlten Szenen zeigen eine verbale Auseinandersetzung, die binnen Sekunden eskalierte. Nagihan sei nicht mehr zu beruhigen gewesen und habe der Kontrahentin erhebliche Schäden zugefügt, hieß es in einer Stellungnahme. Seren Ay stehe seither unter ärztlicher Beobachtung.
Acun Ilıcalı, starke Produzentenfigur und Gastgeber der Show, berief daraufhin einen außerplanmäßigen Inselrat ein. In einer ungewöhnlich persönlich gefärbten Ansprache räumte er eigene Führungsdefizite ein: „Ich habe versucht, zu deeskalieren. Vergeblich. Wenn heute jemand sagt, man habe mein Kind angegriffen, trage ich die Verantwortung.“
Entgegen ersten Spekulationen in den sozialen Netzwerken verzichtete die Produktion auf einen sofortigen Rauswurf der Angreiferin. Stattdessen wurde ein zweigeteiltes Sanktionspaket beschlossen: Nagihan wechselt mit sofortiger Wirkung ins blaue Team. Zudem wurde ihr die Teilnahme an den nächsten fünf Gewinnspielen untersagt – ein herber Rückschlag im Kampf um individuelle Vorteile.
Doch nicht nur sie ist von der Umstrukturierung betroffen. Auch zwei weitere Kandidatinnen, Nefise und Büşra, müssen die Seiten wechseln. Die Produktion erhofft sich dadurch eine Entschärfung der Gruppenkonflikte.