Nach seiner Freilassung im Rahmen einer Ermittlungsaktion in Istanbul hat sich der türkische Schauspieler Can Yaman öffentlich zu Wort gemeldet. In einer aus Rom gesendeten Botschaft richtete er sich insbesondere an die italienischen Medien und kritisierte zugleich die Berichterstattung in seiner Heimat.
Yaman war im Zuge einer von der Staatsanwaltschaft Istanbul geführten Untersuchung wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Betäubungsmittelrecht sowie wegen des Verdachts auf organisierte Prostitution vorübergehend festgenommen worden. Nach seiner Vernehmung und den durchgeführten Tests wurde er jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Laut den Ermittlungsbehörden lagen keine ausreichenden Gründe für eine weitere Inhaftierung vor.
Kurz nach seiner Entlassung veröffentlichte der Schauspieler eine Stellungnahme in italienischer Sprache in den sozialen Medien. Darin zeigte er sich enttäuscht vom Umgang der türkischen Presse mit seiner Person. Diese habe ihn, so Yaman, seit Jahren überwiegend negativ dargestellt. Gleichzeitig appellierte er an die italienischen Medienvertreter, Berichte nicht ungeprüft zu übernehmen.
In seiner Erklärung stellte Yaman die gegen ihn erhobenen Vorwürfe infrage. Er wies darauf hin, dass seine schnelle Freilassung und die unmittelbare Rückkehr nach Italien gegen die Anschuldigungen sprächen. In einer Phase, in der zahlreiche Prominente im Rahmen groß angelegter Ermittlungen überprüft würden, sei es aus seiner Sicht wenig plausibel, dass er selbst mit verbotenen Substanzen in Nachtclubs unterwegs gewesen sein soll.
Der Schauspieler, der seit Jahren in Italien lebt und dort große Popularität genießt, beendete seine Botschaft mit versöhnlichen Worten an die italienische Öffentlichkeit. Die Ermittlungen gegen ihn gelten nach derzeitigem Stand als abgeschlossen.