Murat Boz: „Wäre es nach meinem Vater gegangen, wäre ich Fußballer geworden“

25.08.2026 – 19:00 Uhr

Istanbul – Popstar Murat Boz hat über seine Kindheit, seinen ungewöhnlichen Karriereweg und die Menschen gesprochen, die ihn auf seinem Weg geprägt haben. In einem YouTube-Interview mit Feyyaz Uçar verriet der Sänger, dass seine erste große Leidenschaft eigentlich der Fußball war.

„Wäre es nach meinem Vater gegangen, wäre ich Fußballer geworden. Wäre es nach meiner Mutter gegangen, bin ich Popstar geworden“, sagte Boz. Seine Mutter habe ihn schließlich zur Musik geführt. In der Schule besuchte er eine Kunsthochschule, während seine Fußballkarriere bereits im Alter von 15 Jahren endete.

Fußball hinterließ Spuren

Boz erzählt, dass er bis zu seinem 17. Lebensjahr intensiv Fußball spielte. Heute ist das allerdings kaum noch möglich. Probleme mit seinen Knien zwangen ihn, den Sport weitgehend aufzugeben.

Bei einer Untersuchung habe sein Arzt festgestellt, dass seine Knie bereits deutliche Schäden aufwiesen. Boz scherzte, die Gelenke seien durch das jahrelange Spielen auf Kunstrasen stark beansprucht worden.

„Ich habe mich nie mit meinen Erfolgen gebrüstet“

Auch über seine Karriere sprach der Sänger offen. Seine Erfolge machten ihn nie überheblich, betonte Boz. Vielmehr seien gerade seine Misserfolge wichtige Erfahrungen gewesen.

„Ich bin stolz auf meine Arbeit, aber ich habe mich nie damit gebrüstet“, erklärte er. Er habe in seiner Karriere häufig Fehler gemacht und sei „oft auf die Nase gefallen“. Genau diese Erfahrungen hätten ihn jedoch weitergebracht.

Tarkan ebnete den Weg zum Popstar

Eine besonders wichtige Rolle spielte für Boz auch Tarkan. Rund fünf bis sechs Jahre arbeitete Boz als Backgroundsänger mit dem türkischen Superstar zusammen.

Ursprünglich habe er gar nicht davon geträumt, selbst ein Popstar zu werden. Er habe zunächst lediglich als Sänger im Hintergrund arbeiten wollen. Bei einem Konzert ließ Tarkan ihn jedoch den Song „Asla“ singen – für Boz ein entscheidender Moment.

„Dort habe ich meine Entscheidung getroffen“, erinnerte sich der Sänger. Tarkan sei er dafür bis heute dankbar.

Acun Ilıcalı ist für ihn wie ein großer Bruder

Auch seine Zeit als Juror bei „O Ses Türkiye“ bezeichnete Boz als wichtigen Wendepunkt. Die Show habe ihm eine Nähe zum türkischen Publikum ermöglicht, die ihm zuvor gefehlt habe.

Über den Produzenten und Moderator Acun Ilıcalı sagte Boz: „Sein Einfluss auf mein Leben ist sehr wertvoll. Er ist für mich wie ein großer Bruder.“

So wurde aus dem Jungen, der eigentlich Fußballprofi werden wollte, schließlich einer der bekanntesten Popstars der Türkei.