Mit einem radikalen Vorschlag zur Lösung der chronischen Überbevölkerung Istanbuls hat die türkische Sängerin und Moderatorin Seda Sayan für Aufsehen gesorgt. In ihrer YouTube-Sendung plädierte sie dafür, den Zugang zur 16-Millionen-Metropole künftig nur noch mit einem Pass zu gestatten.
Sayan, die für ihre ausgeprägte Reinlichkeit bekannt ist, nahm dabei insbesondere die Zustände im öffentlichen Nahverkehr ins Visier. „In der Metro musst du den Geruch und die Menschenmassen ertragen. Ob du stehst oder sitzt, du kommst an – muss dich Istanbul da nicht erdrücken?“, fragte sie provokant in der Sendung.
Ihre Kritik verschärfte die Entertainerin mit einer drastischen Lagebeschreibung: „Der eine riecht nach Schweiß, der andere riecht anders, manche riechen nach Lösungsmitteln. So sind die Lebensumstände nun mal.“ Als Patentrezept gegen die urbane Überlastung präsentierte Sayan eine simple, aber kontroverse Formel: „Weißt du, was du machen musst? Du musst einen Pass für Istanbul einführen. Es dürfen nicht zu viele Leute rein, die Bevölkerung muss abnehmen.“
Mit dieser Forderung steht die Sängerin nicht allein da. In ihren Ausführungen verwies Sayan selbst auf den bekannten türkischen Geologen Prof. Dr. Celal Şengör, der sich in der Vergangenheit ähnlich geäußert hatte. Mit einem Hauch von Wehmut bilanzierte sie: „Istanbul ist ein so wunderbarer Ort, dass es dort keine echten Istanbuler mehr gibt – es sind einfach alle da.“