Der bekannte türkische Rocksänger und Philanthrop Haluk Levent wurde in einem Verfahren um ungedeckte Schecks zu einer empfindlichen Geldstrafe sowie einem weitreichenden Verbot verurteilt. Ein Gericht verhängte am Mittwoch eine Gesamtgeldstrafe von knapp 70 Millionen Türkischen Lira sowie ein Verbot, Schecks auszustellen und Scheckkonten zu eröffnen.
Grundlage des Urteils sind zwei Vorfälle aus dem Jahr 2025: Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Levent durch das Ausstellen der ungedeckten Schecks den Straftatbestand der „Veranlassung einer ungedeckten Schecktransaktion” erfüllt hat. Für einen am 30. Juni 2025 datierten Scheck verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 50.083.000 Lira. Für einen weiteren Scheck, datiert auf den 20. Mai 2025, wurde eine zusätzliche Strafe von 19.987.000 Lira verhängt. An der Verhandlung nahmen die Anwälte der Klägerseite und der beteiligten Parteien teil.
Levent selbst reagierte kurz nach der Urteilsverkündung mit einer Stellungnahme auf die Medienberichterstattung. Er bestätigte die Vorgänge im Kern, wies jedoch auf fehlende Details hin und stellte den Ausgang als planmäßigen juristischen Schritt seines Anwaltsteams dar. „Die Nachrichten in den Medien sind, auch wenn sie lückenhaft sind, korrekt”, erklärte Levent. „Bezüglich des besagten Schecks hat unser Anwalt eine Ratenzahlungsentscheidung beantragt. Die Zahlungen werden in 24 Monatsraten geleistet. Es gibt also kein Problem unsererseits.“ Ironisch fügte er hinzu: „Nach 25 Jahren bin ich mal wieder mit einem Scheck in die Schlagzeilen geraten. Bitte verzeiht mir.“