Der türkische Megastar Tarkan steht nicht nur für eingängige Popsongs. Bei seinen Konzerten in Istanbul zeigt sich ein Phänomen, das über die Musik hinausgeht. Der Sänger verbindet seit Jahrzehnten die unterschiedlichsten Gesellschaftsgruppen – von Fans über die Klatschspalten bis hin zum Business- und Society-Establishment. Die Veranstaltungen sind regelmäßig ausverkauft und die Stimmung wird als euphorisch beschrieben. Die Medienberichte sind fast durchweg positiv.
Analysen deuten darauf hin, dass Tarkan eine seltene, generationsübergreifende emotionale Bindung zu seinem Publikum geschaffen hat. Als Schlüssel werden seine Authentizität und eine als natürlich wahrgenommene Ausstrahlung genannt. „Es geht nicht nur um die Musik. Es ist etwas anderes. Und was auch immer es ist, man ist froh, dass es ihn gibt“, heißt es in einem Kommentar.
Japanische Strategie gegen Aufschieberitis
Unterdessen kursieren im Netz Ratschläge gegen Motivationstiefs. Im Fokus steht dabei die sogenannte „japanische B7-Technik”. Diese betrachtet fehlenden Antrieb nicht als Charakterschwäche, sondern oft als vorübergehende geistige oder körperliche Überlastung. Die sieben simplen Regeln sollen Abhilfe schaffen.
Die Methode beginnt mit der „1-Minuten-Regel“: Um mentale Hürden zu überwinden, soll man eine Aufgabe nur eine Minute lang angehen, beispielsweise eine Seite lesen. Der zweite Punkt betont die klare Zielsetzung: Nicht „Was machst du?”, sondern „Warum stehst du morgens auf?” sei die entscheidende Frage.
Weitere Empfehlungen sind, sich nur zu 80 Prozent satt zu essen, da Überessen die Konzentration mindert, und für Ordnung im physischen und digitalen Raum zu sorgen. Zudem raten die Experten, Projekte auch unperfekt abzuschließen und die Arbeit in klare Intervalle (zum Beispiel 25 Minuten konzentriert arbeiten, dann fünf Minuten Pause) mit kleinen Ritualen zu unterteilen. Der letzte und vielleicht wichtigste Punkt lautet: Nicht auf perfekte Bedingungen warten, sondern einfach mit dem beginnen, was vorhanden ist. Bewegung schafft Klarheit und vieles, was wie Geduld aussieht, ist in Wahrheit nur verkleidete Angst.
Die Methode findet zunehmend Beachtung. Ob alle sieben Punkte strikt befolgt werden müssen, bezweifeln jedoch viele Anwender:innen. Schon die konsequente Anwendung eines einzigen Prinzips kann jedoch einen spürbaren Effekt haben, so die Befürworter.