Der türkische Sänger Ferhat Göçer sorgte mit ungewöhnlich offenen Worten für Aufsehen. Am Rande eines Auftritts im Galataport Istanbul sprach der 54-Jährige über das Zusammenleben mit seiner Lebensgefährtin, der Journalistin und Tierschützerin Ömür Gedik, und gewährte dabei tiefe Einblicke in sein Privatleben.
Anlass war eine ältere Anekdote seiner Partnerin. Gedik hatte in einem früheren Interview erzählt, dass sie nach einem Streit mit Göçer vor fünf Jahren ihre Katzen genommen und ihre eigene Wohnung aufgesucht habe. Göçer stellte nun klar, dass diese Episode von der Öffentlichkeit fälschlicherweise für eine aktuelle Krise gehalten worden sei. „Das wurde missverstanden. Die Leute dachten, das sei gerade erst passiert“, erklärte der Sänger.
Zugleich nutzte er die Gelegenheit, um die Dynamik ihrer Beziehung zu schildern. Während Ömür Gedik sich seit Langem intensiv für Tierrechte engagiere, bezeichne er sich zwar ebenfalls als Tierfreund, lege jedoch nicht denselben Aktivismus an den Tag. Dies führe gelegentlich zu hausinternen Spannungen. „Manchmal entstehen zu Hause eben Diskussionen darüber. Unser Haus hat sich in ein Tierheim verwandelt. Mitunter komme ich mir vor wie ein Mensch zweiter Klasse, aber ich nehme das mit Nachsicht“, so Göçer.
Er illustrierte die Situation besonders drastisch mit einer jüngsten Begebenheit: Seine Lebensgefährtin habe auf der Straße eine Ziege entdeckt und darauf bestanden, das Tier bei sich aufzunehmen. Der Sänger sorgte mit einer Bemerkung für Schlagzeilen in türkischen Medien: „Man möge mich nicht falsch verstehen, aber wir haben eine mehrere Millionen Dollar teure Villa mit Blick auf den Bosporus in ein Tierheim verwandelt.“