Ex-Fenerbahçe-Präsident Saran weist Drogenvorwürfe zurück

29.10.2026 – 16:00 Uhr

ISTANBUL – Der frühere Präsident des türkischen Fußballklubs Fenerbahçe, Sadettin Saran, hat Vorwürfe des Drogenanbaus, des Drogenkonsums und der Weitergabe von Betäubungsmitteln zurückgewiesen. Bei einer Gerichtsverhandlung am 28. Oktober forderte die Staatsanwaltschaft für Saran und die Rundfunkmoderatorin Ela Rümeysa Cebeci Haftstrafen von mindestens zehn Jahren wegen mutmaßlichen Drogenhandels beziehungsweise der Weitergabe von Betäubungsmitteln.

Saran erschien vor dem 4. Schwurgericht in Istanbul auf freiem Fuß. Die gegen ihn angeführten privaten WhatsApp-Nachrichten mit Cebeci seien falsch interpretiert und aus dem Zusammenhang gerissen worden, erklärte er vor Gericht. Bei den Nachrichten habe es sich um Scherze mit Bezug auf einen Film gehandelt, den die beiden gemeinsam gesehen hätten.

Bei der Aufnahme seiner Personalien gab Saran sein monatliches Einkommen mit sechs Millionen türkischen Lira an, umgerechnet rund 140.000 US-Dollar. Zugleich bestritt er kategorisch, die im Verfahren genannte Substanz jemals angebaut, verkauft oder weitergegeben zu haben.

„Einer der beschämendsten Tage meines Lebens“

Saran zeigte sich nach eigenen Angaben tief betroffen von dem Verfahren. Er sei traurig und beschämt, überhaupt vor Gericht stehen zu müssen, sagte er. Die Verhandlung könne zu den demütigendsten Tagen seines Lebens zählen.

Er beteuerte seine Unschuld und berief sich dabei auf seine Ehre, seine Würde und seine Tochter. Er habe die betreffende Substanz weder konsumiert noch erworben. Zudem sei bei Durchsuchungen in seinem Haus und in seinem Garten keine entsprechende Substanz gefunden worden.

Über den Ausgang des Verfahrens ist damit noch keine Entscheidung getroffen.