Die türkische Sängerin Zerrin Özer hat erstmals detaillierte Angaben zu ihrem sich verschlechternden Gesundheitszustand gemacht. Bei einem Benefizauftritt in Istanbul räumte die 67-Jährige ein, dass sie aufgrund von Gefäßverschlüssen im Kleinhirn nicht mehr ohne Unterstützung gehen könne.
Die Künstlerin, die sich zuletzt nach einer Wirbelsäulenoperation im Jahr 2023 und einem Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, trat am Wochenende bei einer Solidaritätsveranstaltung für ihre an Leukämie erkrankte Kollegin Cansever auf. Während des Konzerts, das Özer sitzend absolvierte, wandte sie sich mit deutlichen Worten an das Publikum.
„Im Kleinhirn gibt es zwei Gefäße. Eines ist zu 70 Prozent, das andere zu 30 Prozent verstopft. Das beeinträchtigt mein Gleichgewicht, ich kann nicht mehr alleine gehen“, zitieren örtliche Medien die Musikerin von der Bühne. Die Durchblutungsstörungen im zentralen Nervensystem führen bei der Sängerin zu massiven Koordinations- und Balanceproblemen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Özer über schwere körperliche Einschränkungen nach einer Rücken-OP geklagt. Dass ihre Mobilität nun durch neurologische Ursachen derart eingeschränkt ist, war bislang nicht bekannt. Trotz ihrer gesundheitlichen Probleme ließ es sich die Interpretin nicht nehmen, für die an Krebs erkrankte Kollegin Cansever auf die Bühne zu kommen, um ihre Solidarität zu bekunden. Weitere Details zu etwaigen Behandlungsmöglichkeiten der zerebralen Stenosen nannte Özer zunächst nicht.