Istanbul – Die Ermittlungen gegen die türkische Hilfsorganisation Ahbap und ihren Gründer, den Sänger Haluk Levent, haben sich ausgeweitet. Im Rahmen der Untersuchung wegen mutmaßlichen Finanzbetrugs und Geldwäsche wurden fünf weitere bekannte Persönlichkeiten von der Staatsanwaltschaft in Istanbul vorgeladen.
Zu den geladenen Personen gehören die Journalisten Ece Üner und Fatih Portakal, die Anwältin Feyza Altun, der Musiker Gökhan Özoğuz sowie die TV-Moderatorin Öykü Serter. Sie sollen im Rahmen der laufenden Ermittlungen gegenüber der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft Aussagen machen.
Die Untersuchung beschäftigt sich mit Vorwürfen rund um die finanziellen Aktivitäten der von Haluk Levent gegründeten Hilfsorganisation Ahbap. Nach Angaben der türkischen Behörde für Finanzkriminalität MASAK wurden bei der Prüfung der Organisation erhebliche Unregelmäßigkeiten in den Finanzunterlagen festgestellt.
Dabei sollen unter anderem verdächtige Geldtransfers, hohe Ausgaben im Zusammenhang mit Glücksspiel sowie schnelle Verkäufe von Immobilien aufgefallen sein. Um mögliche weitere Vermögensverluste zu verhindern, ordneten die Behörden eine Beschlagnahmung bestimmter Vermögenswerte an.
Im Zuge der Ermittlungen wurden bislang 27 Personen festgenommen, darunter Ahbap-Gründer Haluk Levent und der bekannte Internet-Persönlichkeit Oğuzhan Uğur. Bei einer groß angelegten Polizeirazzia am 12. Juli waren zahlreiche Verdächtige festgesetzt worden. Anschließend ordneten Gerichte für mehrere Beschuldigte Untersuchungshaft an.
Die Ermittlungen der Behörden dauern an.