Traditionelle Paça-Suppe aus Erzurum nun eingetragenes Markenprodukt

15.05.2026 – 17:00 Uhr

Ein kulinarisches Erbe mit jahrhundertealter Tradition erhält offiziell seinen Schutzstatus: Die „Paça Çorbası” aus Erzurum ist nun eine eingetragene geografische Angabe. Das türkische Patent- und Markenamt hat dem Antrag der Stadtverwaltung von Erzurum stattgegeben und die traditionelle Suppe unter dem Namen „Erzurum Paça Çorbası“ in das amtliche Register aufgenommen.

Die feierliche Präsentation der Urkunde fand im historischen Müceldili-Konak statt. Bei der Veranstaltung wurde den Gästen, darunter der stellvertretende Gouverneur Güher Sinem Büyüknalçacı, Oberbürgermeister Mehmet Sekmen, Universitätsrektor Prof. Dr. Ahmet Hacımüftüoğlu und der Vorsitzende der Handelsbörse Erzurum, Hakan Oral, die frisch zertifizierte Spezialität gereicht.

Hakan Oral betonte die wirtschaftliche Bedeutung solcher Schutzrechte. Mit der Eintragung der „Paça Çorbası“ steigt die Zahl der geschützten Produkte und Speisen aus Erzurum auf 62, wie Oral mitteilte. Dem Markenamt liegen demnach bereits Anträge für rund 20 weitere lokale Produkte und Geschmacksspezialitäten vor.

Oberbürgermeister Mehmet Sekmen erklärte, man arbeite intensiv daran, das gastronomische Potenzial der Stadt weiter zu stärken. „Wir schützen und bewerben die wertvollen Speisen unserer alten Stadt Erzurum, um sie in die Zukunft zu tragen. Erzurum ist nicht nur durch seine Geschichte, sondern auch durch seine Küche eine der profiliertesten Städte der Türkei.“ Die Anträge für 20 weitere Spezialitäten seien bereits eingereicht worden, um die regionale Küche national wie international noch bekannter zu machen.

Die traditionelle Zubereitung dieser nun geschützten Spezialität ist streng reglementiert. Laut Registrierungsakte muss die „Erzurum Paça Çorbası” aus Wasser, Schaf- oder Rinderfuß, Salz, Knoblauch, Essig, Zitronensaft, Gewürzen sowie Kichererbsen und Reis bestehen. Besonders charakteristisch ist die lange Kochdauer: Das Gericht wird rund 15 bis 20 Stunden bei kleiner Flamme gekocht. Aufgrund seines hohen Kollagengehalts und seiner wärmenden Wirkung wird es im kontinental geprägten Klima der Region besonders in den Wintermonaten geschätzt. Es fehlt aber auch bei festlichen Anlässen kaum auf dem Tisch.