Adress-Chaos kostet Wiener 90 Euro: Doppelte Rechnung für zwei Döner und Cola

(Bildquelle: Alex Kehr)
08.11.2025 – 15:00 Uhr

Ein Wiener sah sich nach einer Essensbestellung über den Lieferdienst Foodora mit einer Rechnung von fast 90 Euro konfrontiert – für lediglich zwei Döner und zwei Cola. Grund für den Preisschock war ein Zustellproblem aufgrund eines komplexen Adresssystems.

Wie das Nachrichtenportal „Heute“ berichtete, bestellte der 30-jährige Mann, dessen Name nicht genannt wurde, die Mahlzeit an einem Montagabend. Die erste Bestellung belief sich demnach auf 43,56 Euro. Der Zusteller konnte die Adresse des Kunden im Emil-Fucik-Hof im 10. Wiener Bezirk jedoch nicht finden. Der Wohnkomplex umfasst 57 Stiegen und wird von vier Straßen gesäumt.

Lieferung wurde als „geliefert“ markiert

Aufgrund der unklaren Adressangabe in der App scheiterte die Zustellung. Der Fahrer markierte die Lieferung schließlich als „geliefert“, obwohl der Kunde seine Bestellung nicht erhalten hatte. Daraufhin war der Kunde gezwungen, ein zweites Mal zu bestellen. Die Gesamtsumme beider Bestellungen belief sich auf 87,16 Euro.

Gegenüber „Heute“ erklärte der betroffene Kunde, dass Lieferanten in dem großen Gemeindebau mit seinen vielen Hausnummern häufig Schwierigkeiten hätten, die richtige Adresse zu finden. „Aber 90 Euro für zwei Kebab sind dann doch zu viel des Guten“, so der Wiener.

Foodora bietet Rückerstattung an

Auf Anfrage bestätigte Foodora den Vorfall. Ein Unternehmenssprecher teilte mit, man habe den Fall intern geprüft. Dabei sei festgestellt worden, dass bei der ersten Bestellung eine unklare Adressangabe hinterlegt gewesen sei. Solche Probleme seien zwar selten, könnten aber in großen Gebäudekomplexen vorkommen.

Das Unternehmen bot dem Kunden eine Rückerstattung an. In solchen Fällen müssen sich betroffene Kunden an den Support der App wenden, um eine Stornierung oder Erstattung zu veranlassen.