Zigaretten als Brandstifter: Achtlos weggeworfene Kippen lösen 1.800 Feuer in Istanbul aus

01.10.2026 – 14:00 Uhr

Unachtsam weggeworfene Zigaretten haben in Istanbul in den ersten acht Monaten dieses Jahres 1.803 Brände verursacht. Damit gingen rund 9,8 Prozent der insgesamt 18.321 Brände in der türkischen Metropole auf Zigaretten zurück.

Die meisten dieser Brände betrafen Gestrüpp oder Müll. In 1.435 Fällen wurden solche Flächen in Brand gesetzt. Zudem gab es 302 Brände in Wohnhäusern, 32 in Arbeitsstätten, 17 in anderen Gebäuden, zehn in Lagerhäusern und sieben an Fahrzeugen.

Fatih mit den meisten Zigarettenbränden

Die meisten durch Zigaretten ausgelösten Brände wurden im Istanbuler Bezirk Fatih registriert. Dort kam es zu 223 Fällen. Es folgten Esenyurt mit 194, Güngören mit 121, Zeytinburnu mit 95, Bayrampaşa mit 78 und Pendik mit 76 Bränden.

Zu den weiteren Ursachen für Brände zählten unter anderem Streichhölzer, Feuerzeuge, Funken, Öfen, Kinder, elektrische Leitungen, Transformatoren, Bügeleisen und Heizgeräte.

Zahl der Zigarettenbrände rückläufig

Langfristig ist die Zahl der durch Zigaretten verursachten Brände in Istanbul zurückgegangen. Während 2021 noch 5.209 Fälle registriert wurden, waren es 2025 insgesamt 3.460.

Die Feuerwehr rückte in den ersten acht Monaten zu insgesamt 91.978 Einsätzen aus. Davon entfielen 48.660 auf Einsätze ohne Feuer und 24.997 auf medizinische Notfälle.

Bei insgesamt 20.368 Rettungseinsätzen konnten die Einsatzkräfte 8.291 Menschen und 12.077 Tiere retten. Die durchschnittliche Reaktionszeit der Feuerwehr lag bei sechs Minuten und 52 Sekunden.

Taner Kaboğlu, stellvertretender Vorsitzender der türkischen Stiftung für Brandschutz und Brandschutzerziehung, warnte vor den Gefahren durch Zigaretten und appellierte an Raucher, ihre Zigaretten vollständig zu löschen.