Der World Monuments Fund (WMF) hat angekündigt, für 2026 über 7 Millionen US-Dollar in 21 neue Denkmal- und Kulturerbeprojekte zu investieren – darunter auch die historische Stadt Antakya im Süden der Türkei.
Die Förderung ist für Antakya besonders bedeutsam, da die Stadt und ihr historischer Kern durch die verheerenden Erdbeben vom 6. Februar 2023 massiv zerstört wurden. Antakya gilt seit Jahrhunderten als kultureller Schnittpunkt, in dem Kirchen, Synagogen und Moscheen die vielfältige Vergangenheit der Stadt bezeugen.
Der WMF betonte in seiner Mitteilung das Ausmaß der Zerstörung und erklärte, dass das Projekt die langfristige Wiederherstellung unterstützen und gleichzeitig verbliebene Kulturgüter schützen soll. Ziel ist es nicht nur, beschädigte Strukturen zu stabilisieren und zu restaurieren, sondern Denkmalpflege in die gesamte Wiederaufbauplanung zu integrieren.
Im schwer betroffenen Hatay wurden bei dem Beben mehr als 23.000 Menschen getötet und Zehntausende Gebäude zerstört oder unbrauchbar. Über 13.500 Gebäude stürzten komplett ein, fast 90.000 wurden als unbewohnbar eingestuft.
Weitere Projekte, die 2026 gefördert werden, umfassen unter anderem das Grab von Safdar Jang in Indien, die Terrakottaskulpturen des Klosters von Alcobaça in Portugal und Takiyyat al-Gulshani in Ägypten.