Antalya – Eine spektakuläre Verfolgungsjagd hat sich in der Nacht zum Freitag im türkischen Antalya ereignet: Ein Fahrer, der eine Polizeikontrolle ignorierte, konnte erst nach rund 10 Kilometern gestoppt werden – und erwartet nun eine drastische Geldstrafe.
Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Kepez auf dem Gazi-Boulevard. Polizeieinheiten hatten den Fahrer eines leichten Nutzfahrzeugs bereits zuvor im Bezirk Serik stoppen wollen, ihn jedoch aus den Augen verloren. Als Motorradpolizisten ihn später erneut entdeckten und zum Anhalten aufforderten, gab der Fahrer Gas und flüchtete.
Die Polizei leitete umgehend eine Verfolgung ein, sperrte mögliche Fluchtrouten und koordinierte den Einsatz mehrerer Teams. Während der Flucht brachte der Fahrer wiederholt andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.
Nach etwa 10 Kilometern konnte das Fahrzeug schließlich gestoppt werden. Der Fahrer sowie sein Beifahrer weigerten sich zunächst auszusteigen, bis weitere Einsatzkräfte und Verkehrspolizisten eintrafen.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Fahrer, Halil S., mit 1,33 Promille stark alkoholisiert war. Die Konsequenzen sind erheblich: Insgesamt wurden Geldstrafen in Höhe von 345.000 türkischen Lira (ca. 6.470 Euro) verhängt – unter anderem wegen Missachtung der Anhalteaufforderung, Trunkenheit am Steuer, gefährlicher Fahrweise und eines Rotlichtverstoßes.
Das Fahrzeug wurde aus dem Verkehr gezogen und abgeschleppt, der Führerschein des Fahrers beschlagnahmt. Sowohl der Fahrer als auch sein Begleiter wurden zur weiteren Befragung auf eine Polizeiwache gebracht.