Ein kräftiges Tiefdruckgebiet aus Südosteuropa sorgt in der Türkei für einen drastischen Wetterumschwung. Besonders die Millionenmetropole Istanbul muss sich auf starke Gewitter gefasst machen, bevor am Wochenende eine neue Hitzewelle anrollt.
Nach Angaben des Meteorologischen Dienstes und des Katastrophenschutzzentrums AKOM erfasst ein kühles und feuchtes Luftpaket, das vom Balkan stammt, ab den Morgenstunden des morgigen Freitags die Marmararegion. Der Schwerpunkt der Unwetter wird in Istanbul erwartet.
Zeitfenster für Unwetter genau eingegrenzt
Die Prognosen sehen ein enges Zeitfenster für die stärksten Niederschläge vor: Zwischen 8 Uhr und 18 Uhr Ortszeit muss demnach verbreitet mit lokal kräftigem, gewittrigem Starkregen gerechnet werden. Die Meteorologen erwarten innerhalb dieses Zeitraums Niederschlagsmengen zwischen 10 und 20 Kilogramm pro Quadratmeter. Begleitet werden die Schauer von einem spürbaren Temperatursturz: Die Höchstwerte fallen von zuletzt 30 bis 32 Grad auf frische 27 Grad und liegen damit unter dem saisonalen Mittel.
Östliche Provinzen im Alarmzustand
Doch nicht nur der Westen ist betroffen. Für den Osten des Landes verschärft sich die Lage bereits heute. Für die Provinzen Ağrı, Ardahan und Kars wurde die zweithöchste Warnstufe, der „Gelbe Alarm”, ausgerufen. Dort können die Gewitter örtlich unwetterartig ausfallen. Landesweit zeigt sich der Himmel besonders im Süden und Osten wechselnd bis stark bewölkt, während der Westen noch Auflockerungen verzeichnet.
Glühendes Wochenende mit bis zu 41 Grad
Die Abkühlung ist jedoch nur von kurzer Dauer. Pünktlich zum Wochenende kündigt der Wetterdienst eine markante Trendwende an. Eine neue heiße Luftmasse wird erwartet, die vor allem im Südosten für extreme Temperaturen sorgt. In den Regionen Ost- und Südostanatolien müssen Spitzenwerte von bis zu 41 Grad erwartet werden. Istanbul hingegen erreicht am Samstag und Sonntag wieder sommerlich warme 31 Grad.