(DHA) Antalya – Deutlich weniger Urlauber aus Deutschland und Großbritannien haben in diesem Jahr Antalya besucht. Von Januar bis September 2026 sank die Zahl der ausländischen Besucher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,69 Prozent auf 12.483.159. Unter den zehn wichtigsten Herkunftsmärkten verzeichneten lediglich Russland und die Ukraine Zuwächse – obwohl in beiden Ländern Krieg herrscht.
Wie aus dem Oktoberbericht des Verbands der touristischen Hoteliers und Betreiber des Mittelmeerraums (AKTOB) hervorgeht, kamen damit 752.605 ausländische Gäste weniger nach Antalya als im entsprechenden Zeitraum 2025. Rechnet man die im Ausland lebenden türkischen Staatsbürger hinzu, ging die Gesamtzahl der Besucher um 5,41 Prozent auf 13.330.110 zurück. Die Zahl dieser türkischen Gäste sank um 1,15 Prozent auf 846.951.
Deutschland und Großbritannien für 43 Prozent des Rückgangs verantwortlich
Deutschland blieb zwar der zweitgrößte Herkunftsmarkt für Antalya, verzeichnete aber einen deutlichen Rückgang: Die Zahl der Besucher sank um 6,29 Prozent auf 2.532.988. Aus Großbritannien, dem drittgrößten Markt, kamen mit 1.139.005 Gästen sogar 11,90 Prozent weniger.
Zusammen fehlten damit 323.965 Besucher aus beiden Ländern. Laut AKTOB entfielen rund 43 Prozent des Nettoverlusts bei den ausländischen Gästen auf Deutschland und Großbritannien.
Mehr Urlauber aus Russland und der Ukraine
Russland behauptete seine Position als wichtigster Herkunftsmarkt. Die Zahl der russischen Besucher stieg leicht um 0,60 Prozent auf 3.326.769. Aus der Ukraine kamen 385.317 Gäste – ein Plus von 5,82 Prozent. Damit rückte das Land auf den fünften Platz vor.
Zusammen brachten beide Länder 41.069 zusätzliche Besucher. Dieser Zuwachs konnte die Verluste aus den anderen wichtigen Herkunftsmärkten jedoch nicht ausgleichen.
Der Anteil Russlands an allen ausländischen Besuchern stieg von 24,98 auf 26,65 Prozent. Der Bericht führt dies nicht nur auf den leichten Zuwachs aus Russland, sondern auch auf die Rückgänge in anderen Märkten zurück.
Stärkster prozentualer Rückgang in Rumänien
Unter den zehn wichtigsten Herkunftsländern fiel der Rückgang in Rumänien prozentual am stärksten aus: Die Besucherzahl sank um 16,10 Prozent auf 332.235. Das entspricht einem Minus von 63.739 Gästen.
Auch aus weiteren europäischen Ländern kamen weniger Urlauber. Die Zahl der Besucher aus der Slowakei ging um 11,80 Prozent auf 170.533 zurück, aus Tschechien um 8,37 Prozent auf 244.354 und aus den Niederlanden um 6,78 Prozent auf 362.283.
Polen verzeichnete ein Minus von 5,13 Prozent auf 1.051.168 Besucher, Kasachstan einen Rückgang um 2,79 Prozent auf 340.795.
Russland und Deutschland stellten zusammen 46,94 Prozent aller ausländischen Besucher in Antalya. Auf die vier wichtigsten Herkunftsländer entfielen insgesamt 64,49 Prozent, auf die zehn größten Märkte 79,19 Prozent.