Wassermassen statt Dürre: Türkei erlebt nassesten Februar seit 66 Jahren

13.03.2026 – 7:00 Uhr

Mit massiven Regenfällen hat der Februar in der Türkei einen neuen Wetterrekord aufgestellt. Wie die staatliche Wetterbehörde mitteilte, war der vergangene Monat der nasseste Februar seit 66 Jahren. Die Niederschlagsmenge übertraf das langjährige Mittel demnach um mehr als das Doppelte und sorgte so für eine spürbare Entspannung der anhaltenden Dürreproblematik in der Region.

Laut den veröffentlichten Statistiken fielen im Februar in der Türkei durchschnittlich 136,8 Kilogramm Niederschlag pro Quadratmeter. Im Vergleichszeitraum der Jahre 1991 bis 2020 lag der Durchschnittswert bei lediglich 59,8 Kilogramm.

Besonders betroffen waren weite Teile des Landes. In 35 der 81 Provinzen, darunter die Hauptstadt Ankara, die Westmetropole Izmir und die südliche Küstenprovinz Antalya, wurden die höchsten Februarniederschläge seit 66 Jahren registriert. In einigen Regionen fiel sogar fast die dreifache Menge des üblichen Monatssolls. Hierzu zählen die Provinzen Adana, Manisa, Kayseri und Kahramanmaraş.

Mit einer Niederschlagsmenge von 320,3 Kilogramm pro Quadratmeter war die südliche Provinz Osmaniye absoluter Spitzenreiter. Dicht dahinter folgten Antalya und Izmir. Die geringste Regenmenge wurde in der Schwarzmeer-Provinz Sinop verzeichnet.

Die Auswertung der Behörde zeigt zudem, dass alle sieben geografischen Regionen des Landes Niederschlagsüberschüsse verzeichneten – sowohl im Vergleich zum langjährigen Mittel als auch zum Februar des Vorjahres. Besonders ausgeprägt war dieses Phänomen im ägäischen, mediterranen, zentral- und ostanatolischen Raum, wo vielerorts mehr als das Doppelte der saisonalen Norm fiel.

Deutlich zugenommen hat auch die Anzahl der Regentage. Landesweit stieg der Durchschnitt auf 17 Tage, während im langjährigen Mittel lediglich elf Regentage im Februar üblich sind. In einigen Provinzen fiel an mehr als 25 Tagen des Monats Niederschlag.