Warme Südwinde bringen Sonne: Kurze Winterpause in der Türkei

05.01.2026 – 14:00 Uhr

Istanbul – Nach intensiven Schneefällen und eisigen Temperaturen zu Jahresbeginn sorgt in großen Teilen der Türkei derzeit vorübergehend ein Anstieg der Temperaturen für Entlastung. Verantwortlich sind warme, starke Südwinde, die lokal als „lodos“ bekannt sind.

Während im Nordosten weiterhin extreme Kälte herrscht – in der Provinz Ardahan-Göle wurden nachts minus 39,7 °C gemessen, in Sivas-Altınyayla minus 33,8 °C – genießen Bewohner und Touristen im Südwesten mildes Wetter. In Antalya stiegen die Temperaturen auf 10 bis 12 °C, viele nutzten den Sonnenschein für Spaziergänge, Sport oder sogar ein Bad am Konyaaltı-Strand.

Die Meteorologen prognostizieren für den Wochenbeginn überwiegend klarere Bedingungen, mit bewölktem Himmel im Norden und Westen. Regenfälle werden in westlicher Marmara, den Küsten der Ägäis, in Antalya sowie rund um Samsun und Sinop erwartet, der Rest des Landes erlebt teils sonnige Abschnitte. Istanbul darf sich auf bis zu 16 °C freuen, Bursa auf 17 °C und Çanakkale auf 19 °C.

In Zentralanatolien bleiben nachts Frost und Reif bestehen, begleitet von Nebel. Die Hauptstadt Ankara erreicht 8 °C, Kayseri 6 °C und Konya 10 °C. Ostanatolien bleibt von strenger Kälte geprägt, Schnee und Lawinengefahr bestehen weiterhin. Auch der Südosten erlebt unterdurchschnittliche Temperaturen.

Ab dem 7. Januar kehrt wieder wechselhaftes Wetter ein, mit Regenfällen in westlichen Regionen und einem Temperatursturz. Ab dem 9. Januar wird das gesamte Land von Niederschlägen betroffen sein, in Zentral- und Ostanatolien sowie nördlichen Teilen Südostanatoliens und dem Binnenland des Schwarzen Meeres ist Schneefall möglich. Besonders in östlichen Gebieten werden erneute Schneefälle und Lawinengefahr erwartet.