Waldbrand bei Marmaris: Marine bringt Löschfahrzeuge per Schiff in unzugängliches Gebiet

Bild: DHA
17.08.2026 – 12:00 Uhr

Marmaris. Spektakulärer Einsatz gegen die Flammen: Bei einem Waldbrand im türkischen Ferienort Marmaris hat die Marine Löschfahrzeuge per Landungsschiff direkt in ein schwer zugängliches Küstengebiet gebracht. Währenddessen kämpften Einsatzkräfte auch in mehreren anderen Provinzen gegen Brände.

Das Feuer war am 15. August im Gebiet Yalancıboğaz bei Marmaris ausgebrochen und hatte sich anschließend in bewaldetes Gelände ausgebreitet. Wegen des schwierigen Terrains starteten die Behörden eine groß angelegte gemeinsame Löschaktion.

Landwirtschafts- und Forstminister İbrahim Yumaklı erklärte, 46 Löschfahrzeuge seien während des nächtlichen Einsatzes über das Meer in Richtung Brandgebiet gebracht worden. Die Fahrzeuge wurden von Landungsschiffen des Marinestützpunkts Aksaz transportiert.

Tagsüber waren zunächst sieben Löschflugzeuge und 17 Hubschrauber im Einsatz. In der Nacht wurde die Brandbekämpfung durch die seegestützte Versorgung unterstützt.

Flammen in schwierigem Gelände

Nach Angaben des Gouverneurs von Muğla, İdris Akbıyık, verlor der Brand in drei Bereichen an Intensität. In einem steilen und vom Wind erschwerten Abschnitt hielten sich die Flammen jedoch hartnäckig. Dort kamen drei Hubschrauber mit Nachtsichttechnik zum Einsatz.

Auch in anderen Teilen der Westtürkei loderten Brände. In der Provinz Balıkesir bekämpften Einsatzkräfte Feuer in den Ortschaften Sındırgı und Altıeylül. Dabei wurden unter anderem acht Flugzeuge, neun Hubschrauber, 33 Löschfahrzeuge und 140 Einsatzkräfte eingesetzt.

In Manisa konnte ein Brand bei Akhisar unter Kontrolle gebracht werden. Auch in Izmir löschten Einsatzkräfte einen Grasbrand im Stadtteil Karşıyaka.

Die Türkei kämpft insbesondere in den trockenen Sommermonaten regelmäßig mit schweren Waldbränden. Nach den verheerenden Bränden des Jahres 2021 wurden die Kapazitäten zur Brandbekämpfung aus der Luft deutlich ausgebaut.