Waldbrände wüten in Bursa – Türkei nimmt zwölf Verdächtige fest

25.08.2026 – 10:00 Uhr

Bursa – In der nordwesttürkischen Provinz Bursa sind am frühen Montag an drei Stellen Waldbrände ausgebrochen. Während Einsatzkräfte gegen die Flammen kämpften, meldeten die türkischen Behörden landesweit die Festnahme von zwölf Verdächtigen im Zusammenhang mit Waldbränden.

Die Feuer brachen im Bezirk Kestel in den Ortsteilen Derekızık und Aktaştepe sowie im Bezirk Yıldırım im Ortsteil Karapınar aus. Betroffen waren vor allem Pinienwälder an den Hängen des Uludağ-Gebirges.

Die regionale Forstdirektion von Bursa schickte zwei Hubschrauber, acht Löschfahrzeuge, drei Tankwagen, sechs Einsatzfahrzeuge für die Erstbekämpfung und vier Planierraupen in das betroffene Gebiet. Auch die Gendarmerie, die Feuerwehr der Großstadt Bursa und Anwohner beteiligten sich an den Löscharbeiten.

Trotz teils kräftiger Winde gelang es den Einsatzkräften nach Behördenangaben, die Brände weitgehend unter Kontrolle zu bringen.

Zwölf Verdächtige in Untersuchungshaft

Justizminister Akın Gürlek erklärte unterdessen, dass im Zusammenhang mit 73 Waldbränden in 25 Provinzen seit dem 1. Juni zwölf Verdächtige in Untersuchungshaft genommen worden seien.

Die zuständigen Generalstaatsanwaltschaften hätten insgesamt 46 Verdächtige identifiziert. Gegen weitere 21 Personen seien gerichtliche Kontrollmaßnahmen verhängt worden, erklärte Gürlek.

Experten warnen vor hoher Brandgefahr

Halil Barış Özel von der Forstwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bartın warnte angesichts der aktuellen Wetterbedingungen vor einer weiterhin hohen Waldbrandgefahr. Starke Winde, steigende Temperaturen und eine niedrige Luftfeuchtigkeit würden die kritische Phase verlängern.

„Maßnahmen sollten immer darauf abzielen, den Ausbruch eines Feuers zu verhindern. Unter bestimmten klimatischen Bedingungen ist es manchmal unmöglich, einen Brand zu löschen“, sagte Özel.

Die Behörden haben entlang wichtiger Straßen zudem 20 Meter breite Sicherheitsstreifen eingerichtet. Dabei wird die Vegetation bis zum mineralischen Boden entfernt, um zu verhindern, dass beispielsweise weggeworfene Zigaretten die trockene Vegetation entzünden.

Bei der Wiederaufforstung bereits beschädigter Waldflächen verzeichnen die Behörden nach eigenen Angaben eine Erfolgsquote von rund 95 Prozent. Damit soll zugleich verhindert werden, dass die zerstörten Waldflächen für andere Zwecke genutzt werden.