Waldbrände in der Türkei: Neun mutmaßliche Feuerteufel festgenommen

10.08.2026 – 14:00 Uhr

Ankara – Nach insgesamt 52 Waldbränden sind in der Türkei seit dem 1. Juni neun Verdächtige festgenommen worden. Gegen weitere 14 Beschuldigte wurden gerichtliche Auflagen verhängt. Das teilte Justizminister Akın Gürlek mit.

Insgesamt konnten die Ermittler nach Angaben des Ministers 34 Tatverdächtige identifizieren. Die Untersuchungen laufen in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Naturkatastrophen und Unfälle sowie den zuständigen Generalstaatsanwaltschaften.

Die Behörden versuchen, die genaue Ursache der einzelnen Brände zu klären. Dabei wird sowohl gegen den Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung als auch gegen Fälle ermittelt, bei denen Feuer möglicherweise durch Fahrlässigkeit verursacht wurden.

„Wir werden nicht zulassen, dass ein Waldbrand, bei dem ein Verdacht auf eine Straftat besteht, ungeklärt bleibt“, sagte Gürlek.

In der Türkei kommt es insbesondere während der trockenen Sommermonate regelmäßig zu Waldbränden. Besonders betroffen sind die südlichen und westlichen Küstenregionen. Die Sicherheitsbehörden verstärken in dieser Zeit ihre Kontrollen und Ermittlungen, um durch Menschen verursachte Brände zu verhindern.