Heftige Regenfälle haben im Westen der Türkei einen Stausee zum Überlaufen gebracht und für ungewöhnliche Szenen gesorgt. Anwohner der Gemeinde Akharım im Landkreis Sandıklı nutzten die Flut, um mit Säcken und Kisten ganze Ladungen Fische aus den Tosbecken zu bergen.
Nach tagelangen Starkregen war der Örenler-Stausee vollständig gefüllt. Die Betreiber öffneten daraufhin die Überlaufklappen, was eine unerwartete Nebenwirkung hatte: Tausende Fische wurden von den Wassermassen mitgerissen und verteilten sich in den Abflusskanälen.
Als sich die Nachricht von den fischreichen Fluten verbreitete, strömten zahlreiche Bewohner mit Eimern, Netzen und Jutesäcken zu den Überlaufstellen. Seit drei Tagen versuchen die Menschen nun, die angeschwemmten Tiere einzusammeln.
Ein Anwohner namens Mızrap Ergün zeigte sich gegenüber örtlichen Medien erfreut: „Aus dem Wehr strömt ununterbrochen Wasser mit Fischen. Es sind sehr schöne Exemplare dabei. Wer welche haben möchte, kann vorbeikommen. Das hält seit etwa einer Woche an. Dieses Jahr ist gesegnet. Vor vier Jahren war das zuletzt der Fall.“
Ramazan Duran fügte hinzu: „Weil es lange wenig geregnet hatte, war wenig Wasser im Stausee. Dieses Jahr gab es viel Niederschlag, der für Fülle und Segen gesorgt hat. Der Stausee ist übergelaufen, die Fische haben sich verteilt – und wir sammeln sie jetzt ein.“