Starker Wind und hohe Wellen haben im türkischen Urlaubsort Kuşadası zu mehreren Badeunfällen geführt. Innerhalb eines Tages gerieten insgesamt 20 Menschen in Lebensgefahr. Vier von ihnen kamen ums Leben.
Nach Angaben der Behörden erreichte der Wind Geschwindigkeiten von rund 23 Kilometern pro Stunde und sorgte für starke Strömungen sowie hohe Wellen entlang der Küste. Besonders betroffen war der beliebte Sevgi-Strand, wo sich die meisten Notfälle innerhalb kurzer Zeit ereigneten.
Rettungskräfte, die Küstenwache und die Polizei eilten nach den Notrufen an den Strand. Gemeinsam mit Badegästen gelang es ihnen, 16 Menschen aus dem Wasser zu retten.
Zu den Todesopfern zählt die 54-jährige Lehrerin İlkay Ümit Özcan, die aus Istanbul zum Urlaub nach Kuşadası gereist war. Sie wurde aus dem Meer geborgen und in ein Krankenhaus in Söke gebracht, wo sie wenig später verstarb.
Auch der 79-jährige Dursun Marmara wurde aus den hohen Wellen gerettet. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen und einer anschließenden Behandlung im Krankenhaus von Kuşadası konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden.
Nach Angaben der Behörden ereigneten sich im Laufe des Tages weitere tödliche Badeunfälle an verschiedenen Küstenabschnitten von Kuşadası. Insgesamt kamen vier Menschen ums Leben.
Die Behörden riefen Badegäste angesichts der starken Strömungen und des rauen Seegangs erneut dazu auf, Warnhinweise an den Stränden unbedingt zu beachten und bei Badeverboten nicht ins Wasser zu gehen.