Vermisst, gesucht, tot: Der rätselhafte Abschied eines Urlaubers im Wald von Kemer

25.06.2026 – 15:00 Uhr

Der seit Tagen in der türkischen Urlaubsregion Antalya vermisste polnische Tourist Grzegorz Stefan Krzywania ist tot. Wie die Behörden mitteilten, hat sich der 44-Jährige in einem Waldstück nahe seines Hotels erhängt. Die Ermittler gehen von einem Suizid aus.

Der Urlauber war am 17. Juni aus seiner Unterkunft im Ortsteil Göynük der Küstenstadt Kemer aufgebrochen. Anstatt wie geplant seinen Rückflug anzutreten, verlor sich seine Spur. Nachdem er nicht an Bord erschienen war und jeglicher Kontakt abgebrochen war, schalteten seine Angehörigen die Sicherheitskräfte ein.

Es lief eine großangelegte Suchaktion an. Die Ermittler werteten Aufnahmen von Überwachungskameras aus, überprüften Krankenhäuser und befragten Taxifahrer. Auch die Gästelisten umliegender Hotels sowie der Küstenabschnitt wurden kontrolliert – zunächst ohne Ergebnis. Der Druck wuchs und die Suche wurde ausgeweitet.

Den entscheidenden Hinweis lieferte schließlich ein abgelegenes Waldstück. Am 22. Juni durchkämmten Spezialisten der Jandarma, darunter örtliche Einheiten und ein spezielles Ermittlerteam (JASAT), das schwer zugängliche Gelände. Rund 200 Meter abseits der Hauptstraße entdeckten sie den Leichnam des Vermissten. Dieser hatte sich mit dem Hüftgürtel, den er seit seinem Verschwinden bei sich getragen hatte, an einem Baum erhängt.

Die Umstände seines Todes werden nun eingehend untersucht. Warum der Mann seinen Urlaub auf diese drastische Weise beendete, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die türkischen Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, um die Hintergründe der Tat zu klären.