Bodrum – Heftige Regenfälle haben im türkischen Ferienort Bodrum an der Ägäisküste für Überschwemmungen und Verkehrschaos gesorgt. Straßen und Plätze standen unter Wasser, Wohnhäuser und Geschäfte wurden überflutet. Besonders dramatisch war die Lage im Stadtteil Mazı: Dort riss die Strömung eines angeschwollenen Baches ein Auto mit sich und spülte es ins Meer.
Der Starkregen hatte am Sonntagabend eingesetzt und verstärkte sich insbesondere in der Nacht. Betroffen waren unter anderem die Orte Yalıkavak, Türkbükü, Gündoğan und Mazı. In neun Stadtteilen wurden insgesamt 20 Überschwemmungen gemeldet – 17 Wohnhäuser und drei Geschäfte waren betroffen.
Auto von Flutwelle ins Meer gespült
Im Stadtteil Mazı ließ der starke Regen den Wasserstand des Hurma-Baches rapide ansteigen. Die Wassermassen rissen ein Auto mit sich und trieben es bis ins Meer. Feuerwehr, die Rettungseinheit der Gemeinde Bodrum (BAK), AFAD und freiwillige Helfer leiteten Rettungsmaßnahmen ein.
Auch andernorts richtete das Unwetter Schäden an: In Yalıkavak stürzte eine Stützmauer ein. Auf mehreren Straßen kam der Verkehr wegen der Wassermassen zeitweise nahezu zum Erliegen. Einsatzkräfte pumpten Wasser ab und machten die betroffenen Straßen anschließend wieder befahrbar.
Weitere Regenfälle erwartet
Nach Angaben der Behörden fielen in Bodrum 46 Liter Regen pro Quadratmeter. Der regionale Wetterdienst hatte zuvor für Muğla und Umgebung vor starken Niederschlägen gewarnt.
Für Bodrum werden ab den Mittagsstunden erneut Regenfälle erwartet. Die Lage könnte sich damit weiter verschärfen.