Laut Akdeniz Koruma Derneği (AKD)-Präsident Zafer Kızılkaya sind die Lebensräume der stark gefährdeten Mittelmeer-Mönchsrobbe an den Küsten der Türkei zunehmend bedroht. Die Population liegt inzwischen unter 140 Tieren.
Die AKD untersucht die Küstenregionen von Foça, Muğla und Antalya, um die von den Robben genutzten Höhlen zu identifizieren. Fotofallen und Fernüberwachungssysteme zeigen, dass diese Küstenhöhlen für Ruhe, Fortpflanzung und die Aufzucht der Jungtiere unverzichtbar sind.
Kızılkaya betont, dass die Höhlen während der Geburt besonders sensibel sind: „Jede Begegnung mit Menschen stellt ein ernstes Risiko für Mutter und Junges dar. Das Betreten der Höhlen ist nach dem Fischereigesetz (Nr. 1380) verboten, während Jagd- und Tierschutzgesetze (Nr. 4915 und 5199) die Art zusätzlich schützen. Dennoch kommt es durch Touristen, Tauchaktivitäten und Ausflugsboote immer wieder zu Verstößen.“
Er unterstreicht die Bedeutung des Schutzes: „Diese Höhlen sind das Zuhause der Robben. Für das Überleben der Art ist die Erhaltung der Küstenhöhlen von entscheidender Bedeutung. Besucher müssen Abstand halten, ruhig sein und die Höhlen respektieren.“