Antalya – Ein Hotel im türkischen Ferienort Manavgat ist wegen erheblicher Umweltverstöße mit einer Geldstrafe von insgesamt 1,678 Millionen türkischen Lira (rund 30.000 Euro) belegt worden. Das Unternehmen soll seine Abfälle auf unbefestigtem Boden innerhalb eines besonders geschützten Naturgebiets abgelagert haben.
Die Inspektoren des türkischen Ministeriums für Umwelt, Städtebau und Klimawandel waren auf Hinweise zu möglichen Umweltschäden im Bereich Denizyaka aufmerksam geworden. Dabei ging es unter anderem um mögliche Schäden an Meeresschildkröten, die Verlagerung von Sanddünen und illegal abgelagerte Abfälle am Strand.
Abfälle auf dem Boden entsorgt
Bei der Kontrolle des Hotels stellten die Behörden fest, dass Abfälle, die aus dem Betrieb der Anlage stammten, direkt auf einer unbefestigten Fläche abgelagert worden waren.
Das Hotel befindet sich innerhalb des besonders geschützten Küstengebiets von Belek. Nach Angaben der Behörden verfügt die Anlage zwar über die erforderlichen Genehmigungen im Rahmen der türkischen Umweltverträglichkeitsvorschriften, dennoch wurden Verstöße gegen die Umweltschutzbestimmungen festgestellt.
Zwei Sanktionen verhängt
Wegen der festgestellten Umweltverstöße verhängten die Behörden zwei separate Sanktionen. Durch die Anwendung der entsprechenden erhöhten Strafsätze summiert sich die Geldbuße auf 1.678.000 Lira.
Die Behörden hatten die Untersuchungen eingeleitet, nachdem Vorwürfe über mögliche Schäden an der empfindlichen Küstenlandschaft und an Meeresschildkröten aufgekommen waren.
Das Gebiet rund um Belek zählt zu den ökologisch sensiblen Regionen der türkischen Mittelmeerküste. Die Behörden wollen dort nach eigenen Angaben insbesondere den Schutz der Küsten, Dünen und Lebensräume sicherstellen.