Als Polizeibeamte am Dienstag in der nordwesttürkischen Stadt Edirne zu einem gemeldeten Streit ausrückten, erlebten sie eine Überraschung: Anstatt eines Konflikts wurden sie von Anwohnern mit Musik, Blumen und türkischen Fahnen empfangen.
Die Aktion fand im Çavuşbey-Viertel statt, das überwiegend von Angehörigen der Roma-Gemeinschaft bewohnt wird. Laut Angaben der Bewohner handelte es sich um einen inszenierten Anruf, mit dem die Polizei zur Feier des 181. Jahrestages der türkischen Polizei und der laufenden Polizeiwoche herbeigerufen werden sollte.

Als die Einsatzkräfte am Ort eintrafen, simulierten einige Anwohner zunächst einen Streit. Kurz darauf verwandelte sich die Szene in ein kleines Fest: Mit traditionellen Trommeln, Zurnamusik, Blumen und Fähnchen bedankten sich die Bürger bei den Beamten für ihren Einsatz.
Erkan Makas, der Vorsitzende des Vereins zur gegenseitigen Hilfe und Solidarität der Roma und Menschen mit Behinderung in Thrakien (TROYDEM), betonte, dass die Gemeinschaft die Polizei und andere Sicherheitskräfte stets unterstütze. „Wir wollten den Polizeibeamten unsere Wertschätzung zeigen, ohne dass es tatsächlich zu einem Konflikt kommt. Wir gratulieren allen Kolleginnen und Kollegen der Polizei in der Türkei zu ihrer Woche“, erklärte Makas.