„Über eine Million Besucher im Vorjahr“ – Minister Ersoy setzt auf Fortführung der Museumsnächte

02.06.2026 – 15:00 Uhr

Aufgrund des großen Besucherzuspruchs im vergangenen Jahr bietet die Türkei erneut ihr Programm für nächtliche Besuche von Museen und Ausgrabungsstätten an. Wie das türkische Ministerium für Kultur und Tourismus mitteilte, können vom 1. Juni bis zum 1. Oktober 2026 insgesamt 20 Museen und archäologische Stätten auch in den Abend- und Nachtstunden besichtigt werden.

Das Projekt „Nacht-Museologie” soll historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten in einer besonderen Atmosphäre erlebbar machen und das touristische Angebot gleichzeitig erweitern. Im Jahr 2025 nutzten nach Angaben des Ministeriums mehr als eine Million Menschen das Angebot – ein neuer Höchstwert seit Einführung des Programms.

Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy kündigte den Start der neuen Saison in den sozialen Medien an. Ziel sei es, das kulturelle Erbe des Landes zu jeder Tageszeit zugänglich zu machen. Auch in diesem Jahr können Besucher bedeutende historische Orte in einer besonderen nächtlichen Kulisse erleben.

Vom Pilotprojekt zum Besuchermagneten

Die Initiative wurde 2024 zunächst an drei bekannten Ausgrabungsstätten eingeführt: der antiken Stadt Ephesos, Hierapolis und Side. Bereits im ersten Jahr wurden dort rund 395.000 Besucher gezählt.

Im Jahr 2025 wurde das Konzept deutlich ausgeweitet. Zu den teilnehmenden Einrichtungen gehörten unter anderem die Ausgrabungsstätten von Nemrut Dağı, Ephesos, Side und Hierapolis sowie Museen und Sehenswürdigkeiten wie der Galataturm, die Archäologischen Museen Istanbul und das Zeugma-Mosaikmuseum. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden die Öffnungszeiten an einigen Standorten sogar verlängert.

20 Standorte nehmen 2026 teil

Das Programm für die Saison 2026 umfasst insgesamt elf Museen und neun archäologische Stätten. Dazu zählen die Ausgrabungsstätten von Nemrut, Aspendos, Patara, Side und Ephesos, das Zeugma-Mosaikmuseum in Gaziantep, die Archäologischen Museen Istanbul, der Galataturm, das Unterwasserarchäologische Museum von Bodrum und die unterirdische Stadt Derinkuyu.

Inhaber einer türkischen Museumskarte („Müzekart”) können die teilnehmenden Einrichtungen ab 19 Uhr gegen einen zusätzlichen Eintrittszuschlag bis zu den jeweils festgelegten Schließzeiten besuchen. Eine Ausnahme bildet der historische Ahlat Selçuklu Mezarlığı, der auch im Rahmen des Programms kostenfrei zugänglich bleibt.

Mit der Fortsetzung der Nachtöffnungen erwartet das Ministerium erneut eine hohe Nachfrage von Einheimischen und internationalen Touristen. Die Verbindung aus historischer Kulisse, nächtlicher Atmosphäre und verlängerten Besuchszeiten ist inzwischen ein fester Bestandteil des türkischen Kultur- und Tourismusangebots.